15 March 2026, 06:25

Landkreis Lörrach reformiert Busnetz im Markgräflerland mit Fokus auf Basel-Anbindung

Eine belebte Stadtstraße mit Autos, Bussen, Fußgängern, Gebäuden, Strommasten, einer Brücke, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Landkreis Lörrach reformiert Busnetz im Markgräflerland mit Fokus auf Basel-Anbindung

Landkreis Lörrach plant Umstrukturierung des ÖPNV-Netzes im Markgräflerland

Der Landkreis Lörrach steht vor einer grundlegenden Reform seines öffentlichen Nahverkehrs im Markgräflerland. Ziel der Neugestaltung ist es, die Linienführung zu vereinfachen, die Anbindung an Basel zu stärken und den Schülerverkehr besser zu integrieren. Die endgültige Entscheidung über den neuen Verkehrsplan trifft der Kreistag am 18. März 2023.

In den vergangenen fünf Jahren stiegen die Fahrgastzahlen auf den bestehenden Buslinien um etwa 12 Prozent. Zwar führte die Pandemie 2020/2021 zu einem deutlichen Rückgang um 25 Prozent, doch bis 2023 erholte sich die Nachfrage – vor allem durch Pendler und Studierende. Herausforderungen wie Personalmangel, steigende Kosten und die Konkurrenz durch den Individualverkehr bestehen jedoch weiterhin.

Das neue Netz sieht häufigere Verbindungen, zusätzliche Linien und bessere Anbindungen nach Basel vor. Die Linie 255 wird montags bis freitags stündlich zwischen Efringen-Kirchen, Eimeldingen, Rümmingen und Lörrach verkehren. Die Linien 200 und 265 werden bis zum Basler Claraplatz verlängert, wobei die Linie 200 zudem eine geänderte Route durch das Weil am Rheiner Stadtzentrum nehmen wird.

Bis Dezember 2026 müssen alle Fahrzeuge des Landkreises mit automatischen Fahrgastzählsystemen ausgestattet sein. Der komplett überarbeitete Fahrplan soll am 13. Dezember 2026 in Betrieb gehen – zunächst für fünf Jahre im Rahmen eines Betriebsvertrags. Den Zuschlag für die Durchführung soll ein Konsortium aus der Regio Verkehrsgesellschaft Oberrhein und der SWEG Bus erhalten.

Die geschätzten Kosten pro gefahrenen Kilometer liegen bei 4,45 Euro. Für das Jahr 2027 rechnet der Landkreis mit einem Zuschussbedarf von rund 4,261 Millionen Euro.

Die Änderungen bringen schnellere Verbindungen, ein erweitertes Liniennetz und verbesserte grenzüberschreitende Anbindungen mit sich. Die endgültige Entscheidung des Kreistags am 18. März 2023 wird den Vertrag und den Verkehrsplan besiegeln. Bei einer Zustimmung soll das neue System ab Ende 2026 für fünf Jahre in Betrieb gehen.

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