Kunst und Kultur in Österreich: Etat gesichert, doch Kürzungen treffen hart
Piotr DietzKunst und Kultur in Österreich: Etat gesichert, doch Kürzungen treffen hart
Österreichs Kunst- und Kulturbereich sichert Etat für zwei Jahre – doch Kürzungen bleiben
Nach intensiven Verhandlungen hat der österreichische Kunst- und Kultursektor seinen Haushalt für die nächsten zwei Jahre gesichert. Tiefe Einschnitte konnten abgewendet werden, doch mehrere zentrale Bereiche müssen dennoch mit weniger Mitteln auskommen. Mittendrin in diesen finanziellen Diskussionen feierte das Burgtheater kürzlich mit Thornton Wilders Haut unserer Zähne unter der Regie von Stefan Bachmann Premiere.
Der Gesamtetat für Kunst und Kultur sinkt 2027 um 3,3 Prozent auf 608,7 Millionen Euro. Bundesmuseen verzeichnen Rückgänge: Für 2027 und 2028 stehen ihnen 151,2 Millionen Euro zur Verfügung. Für geplante Sanierungen an großen Einrichtungen wurden keine Mittel bereitgestellt – allein das Museum für Volkskunde verliert 11,4 Millionen Euro an geplanten Investitionen.
Das Österreichische Filminstitut erhält in den kommenden zwei Jahren jährlich 37 Millionen Euro. Sein Förderprogramm ÖFI+ wird jedoch drastisch gekürzt: von 44,3 Millionen Euro 2025 auf nur noch 2,5 Millionen Euro. Die FISAplus-Förderung bleibt dagegen über den Zweijahreszeitraum unverändert.
Die Bundestheater können ihre Basisfinanzierung in Höhe von 204,2 Millionen Euro halten. Trotz der angespannten Haushaltslage führt das Burgtheater sein künstlerisches Programm fort – ein Höhepunkt war jüngst Stefan Bachmanns Inszenierung von Haut unserer Zähne. Die Haushaltsanpassungen bringen für manche Programme Stabilität, während andere mit deutlichen Kürzungen konfrontiert sind. Die Bundestheater behalten ihre Mittel, doch Museen und Filminitiativen müssen mit weniger Unterstützung auskommen. Dem Sektor gelang es zwar, tiefgreifendere Einschnitte abzuwenden – doch an die neue finanzielle Realität wird man sich anpassen müssen.






