Kontroverse Demonstration in Berlin: Kinder in hitzebedingter Inszenierung involviert
Piotr DietzKontroverse Demonstration in Berlin: Kinder in hitzebedingter Inszenierung involviert
Eine Demonstration in Berlin anlässlich eines schiitischen religiösen Festes hat Kritik ausgelöst, nachdem Kinder in eine Nachstellung einbezogen wurden. An der Veranstaltung, an der etwa 600 Menschen teilnahmen, herrschten extreme Hitze mit Temperaturen bis zu 40°C.
Während der Kundgebung wurden Kinder aneinandergebunden und mussten im Rahmen der Inszenierung einem in Gelb gekleideten Mann folgen. Die Szene löste Empörung aus, woraufhin der Veranstalter die Darstellung abbrach. Die Polizei verbot die theatralische Szene anschließend in Abstimmung mit den Organisatoren.
Die Veranstalter sagten eine geplante Zwischenkundgebung ab, damit die Teilnehmer sich im Schatten ausruhen und mit Flüssigkeit versorgen konnten. Mehrere Personen benötigten wegen hitzebedingter Beschwerden medizinische Hilfe. Trotz der Kontroverse verlief die Veranstaltung friedlich; vor Ort eingesetzte Dolmetscher stellten keine strafbaren Inhalte fest.
Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) kritisierte die Einbindung von Kindern in die Nachstellung. Das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) verurteilte die Demonstration als islamistisch.
Die Kundgebung endete ohne weitere Zwischenfälle. Die Behörden bestätigten, dass es keine strafbaren Handlungen gegeben habe. Die Beteiligung von Kindern an der Inszenierung sowie die extremen Hitzeverhältnisse blieben jedoch Anlass zur Sorge.
