Kohlekraft in Deutschland: Trotz Neuanlagen schwindet die Zukunft des Brennstoffs
Nathalie BauerKohlekraft in Deutschland: Trotz Neuanlagen schwindet die Zukunft des Brennstoffs
Deutschlands Kohlekraftwerke erleben trotz jüngster Inbetriebnahmen einen Rückgang
Obwohl kürzlich zwei neue Kohlekraftwerke ans Netz gegangen sind, kommt der Sektor nicht voran: Seit 2009 wurde kein einziges neues Projekt mehr genehmigt. Wirtschaftlicher Druck und die sich wandelnde Energiepolitik setzen bestehende Pläne nun auf Eis.
Die beiden neuesten Steinkohlekraftwerke Deutschlands haben erst vor kurzem ihren Betrieb aufgenommen. Ihr Bau begann 2009, basierend auf Genehmigungen aus den Jahren 2005 und 2006. Seither hat kein weiteres Kohleprojekt mehr eine Zulassung erhalten.
Noch werden landesweit zehn weitere Kohlekraftwerke gebaut. Doch seit 2011 wurden sechs Projekte gestrichen, sechs weitere nach dem beschlossenen Atomausstieg aufgegeben. Trotz der Abschaltung der Kernreaktoren entstanden keine neuen Kohlekraftwerke als direkter Ersatz.
Aktuell ruhen sämtliche verbleibenden konventionellen Kohlevorhaben. Geringe Strompreise und steigende Kosten machen Kohle zunehmend unrentabel – ihre wirtschaftliche Zukunft steht infrage.
Der Stopp neuer Kohleprojekte markiert einen Wendepunkt für die deutsche Energiewirtschaft. Ohne Genehmigungen seit 2009 und bei stockenden Plänen schwindet die Bedeutung der Kohleverstromung. Hält die Marktsituation an, könnte der Brennstoff bald kaum noch wettbewerbsfähig sein.






