Kleines Leck im stillgelegten AKW Philippsburg – doch keine Gefahr für Mensch und Umwelt
Nathalie BauerKleines Leck im stillgelegten AKW Philippsburg – doch keine Gefahr für Mensch und Umwelt
Am 10. März 2026 wurde im stillgelegten Block 1 des Kernkraftwerks Philippsburg ein geringfügiges Leck entdeckt. Betroffen waren zwei korrodierte Rohrverbindungen an einem Wassertank, doch Behörden bestätigten, dass keine Gefahr für Mitarbeiter oder die Umgebung bestand.
Die Undichtigkeiten traten in einem System auf, das zur Behandlung potenziell radioaktiven Abwassers dient. Ausgetretene Flüssigkeit floss über einen Bodenablauf zurück in das vorgesehene radioaktive Abwassersystem der Anlage. Die Arbeiter dichteten die betroffenen Rohre umgehend mit Schellen ab; langfristig ist der Austausch des beschädigten Tanks geplant.
Später wurden unter dem Leck Spuren von Radioaktivität nachgewiesen, die jedoch kein Gesundheitsrisiko darstellten. Der Vorfall wurde nach deutschem Atomrecht als Kategorie N eingestuft, was eine Meldung innerhalb von fünf Werktagen erfordert. Auf der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES) erhielt er die Stufe 0 – ein Hinweis darauf, dass keine sicherheitstechnische Bedeutung bestand.
Nach deutschem Recht müssen Betreiber von Kernanlagen sicherheitsrelevante Vorkommnisse nach bundeseinheitlichen Kriterien melden. Schwerwiegendere Ereignisse der Kategorien S oder E erfordern Sofort- oder 24-Stunden-Meldungen – in diesem Fall handelte es sich jedoch um eine routinemäßige Meldung.
Der Vorfall hatte keine Auswirkungen auf Menschen oder die Umwelt. Die Behörden verzeichneten keine weiteren Maßnahmen oder Reaktionen der Bundesanstalt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BAdES). Die Anlage wird wie geplant weiter zurückgebaut.






