25 March 2026, 08:25

Automarkt 2026 bleibt schwach: Volkswagen führt, Hyundai drängt nach vorn

Schwarze und weiße Anzeige für ein altes Auto mit dem Text "Automoviles Boyer & Cie - Paris".

Automarkt 2026 bleibt schwach: Volkswagen führt, Hyundai drängt nach vorn

Der Automarkt bleibt weiter unter Druck – Händler rechnen auch 2026 nicht mit einer spürbaren Erholung. Volkswagen bleibt zwar führend in Europa, doch Kostendruck und Ineffizienzen belasten die Autohäuser. Gleichzeitig drängt Hyundai bis 2030 auf einen größeren Marktanteil in Deutschland.

Branchenverbände und Studien benennen nun zentrale Handlungsfelder: von digitalen Vertriebsstrategien bis hin zu Kundenbindungsprogrammen.

Volkswagen Nutzfahrzeuge behielt 2024 mit 408.300 ausgelieferten Fahrzeugen (Rückgang um 0,3 %) die Spitzenposition in Deutschland und führte zudem in zwölf weiteren europäischen Märkten. Trotz dieser Dominanz kämpfen die Händler mit steigenden Kosten und überlasteten Arbeitsabläufen.

Hyundai hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis zum Ende des Jahrzehnts will der Konzern vier bis fünf Prozent des deutschen Marktes erobern. Dieser Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, in dem die gesamte Branche 2026 ein weiteres schwieriges Jahr ohne Anzeichen für einen nennenswerten Aufschwung erwartet.

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Der Landesverband des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg arbeitet daran, die Anliegen von Autohäusern und Werkstätten stärker in die politische Diskussion einzubringen. Im Fokus stehen betriebliche Hürden – etwa bürokratische Komplexitäten. So gelten Abmahnungen zwar als praktikabel bei einfachen Verstößen, doch bei verzweigten Regelwerken wie Verstößen gegen die Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (Pkw-EnVKV) stoßen sie an Grenzen.

Die aktuelle AUTOHAUS 2025 Vertriebsstudie offenbart erhebliche Defizite im digitalen Auftritt des Handels. Händler müssen sich an die digitalen Trends anpassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Auch Autobanken ziehen nach: Für 2026 planen sie, die Kundenbindung durch moderne Tools und maßgeschneiderte Finanzprodukte zu stärken.

Die neueste Ausgabe von AUTOHAUS (23-24/2025) liegt nun in digitaler und hybrider Form vor – inklusive einer ePaper-Version auf AUTOHAUS next. Sie bietet Branchennews sowie praxisnahe Einblicke aus der asp AUTO SERVICE PRAXIS.

Volkswagen hält zwar die Marktführung, doch die Händler stehen weiterhin unter finanziellen und operativen Druck. Hyundais Expansionspläne verschärfen den Wettbewerb, während Branchenberichte die Notwendigkeit digitaler und kundenorientierter Lösungen betonen. Da 2026 kaum Entlastung bringt, müssen sich Autohäuser auf strategische Partnerschaften und moderne Ansätze verlassen, um die anstehenden Herausforderungen zu meistern.

Quelle