Kenfo-Chefin fordert radikale Rentenreform durch Aktienmodell für alle Arbeitnehmer
Piotr DietzKenfo-Chefin fordert radikale Rentenreform durch Aktienmodell für alle Arbeitnehmer
Anja Mikus, die Chefin des deutschen Staatsfonds für Kernenergie Kenfo, fordert einen grundlegenden Wandel in der Rentenpolitik. Ihr Vorschlag: Alle versicherten Arbeitnehmer sollen in ein verpflichtendes, aktienbasiertes Rentensystem einbezogen werden. Die Initiative ist Teil umfassender Bestrebungen, die langfristige finanzielle Absicherung der Bürger zu stärken.
Seit 2017 leitet Mikus den Kenfo-Fonds, der über ein Vermögen von rund 26,5 Milliarden Euro verfügt. Die Organisation finanziert die Lagerung radioaktiver Abfälle aus den stillgelegten deutschen Atomkraftwerken – und zwar bis zum Jahr 2100. Ihre Erfahrung mit großvolumigen Investitionen prägt nun ihre Sicht auf die Rentendreform.
Mikus plädiert für ein kapitalgedecktes Rentensystem nach dem Vorbild des schwedischen Staatsfonds AP7, das auch in Deutschland funktionieren könnte. Ihrer Ansicht nach wächst die Akzeptanz in der Bevölkerung, sobald die Vorteile solcher Modelle sichtbar werden. Zudem ist sie überzeugt, dass eine stärkere Ausrichtung auf die Kapitalmärkte mehr Bürgern helfen würde, langfristig Vermögen aufzubauen.
Ziel des Vorschlags ist es, jeden Versicherten in eine aktiengestützte Altersvorsorge einzubinden. Sollte er umgesetzt werden, wäre dies ein radikaler Bruch mit der bisherigen deutschen Rentenfinanzierung. Mikus betont, dass höhere Aktieninvestitionen die finanzielle Stabilität künftiger Generationen deutlich verbessern könnten.






