K+S setzt auf Windkraft: Werra-Werk wird erstmals mit Ökostrom versorgt
Piotr DietzK+S setzt auf Windkraft: Werra-Werk wird erstmals mit Ökostrom versorgt
K+S setzt wichtige Maßnahme auf dem Weg zur Klimaneutralität um: Werksstandort Werra wird teilweise mit Ökostrom versorgt
Der Düngemittel- und Salzkonzern K+S geht einen bedeutenden Schritt in Richtung Klimaneutralität, indem er einen Teil seines Werra-Verbundstandorts mit erneuerbarer Energie versorgt. Das Unternehmen hat mit der Hamburger MPC Capital einen Direktliefervertrag abgeschlossen, um ab August Strom aus zwei Windkraftanlagen zu beziehen. Damit unterstreicht K+S sein Ziel, bis 2045 treibhausgasneutral zu werden.
Die beiden Windräder verfügen über eine gemeinsame Leistung von 11,4 Megawatt und speisen den Standort direkt. Sie stehen nördlich von Philippsthal an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen und gehören zum Portfolio der MPC Capital. Bei Volllast decken sie etwa zehn Prozent des aktuellen Strombedarfs des Werra-Werks ab.
Der vor Ort erzeugte Strom fließt direkt in die Produktion von Düngemitteln und anderen Erzeugnissen – ganz ohne Umweg über das öffentliche Netz. Das steigert die Effizienz und entlastet zugleich das lokale Stromnetz im Werra-Tal.
K+S investierte einen mittleren sechsstelligen Betrag in den Anschluss der Windanlagen; die technische Umsetzung erfolgte innerhalb weniger Wochen. Dr. Jens Christian Keuthen, im Vorstand für Dekarbonisierung und Energie zuständig, betonte, dass das Projekt die Unternehmensstrategie unterstützt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Bis dahin dient Erdgas als Brückentechnologie.
Die direkte Windstromversorgung ist für K+S ein Novum: Erstmals wird ein Kaliproduktionsstandort teilweise unabhängig vom öffentlichen Netz betrieben. Das Vorhaben untermauert das Engagement des Konzerns für erneuerbare Energien und Netzeffizienz – und bringt das Unternehmen seinen langfristigen Klimazielen ein Stück näher.
