Hitzewellen bedrohen Wirtschaft: Umweltminister warnt vor Wassermangel und Klimakrise
Piotr DietzHitzewellen bedrohen Wirtschaft: Umweltminister warnt vor Wassermangel und Klimakrise
Umweltminister Carsten Schneider hat vor den schwerwiegenden wirtschaftlichen Risiken steigender Temperaturen gewarnt. In einem aktuellen Interview betonte er, dass Wassermangel zu einer der drängendsten Sorgen gehöre. Seine Äußerungen fallen in eine Phase rekordverdächtiger Hitzewellen in Deutschland.
Schneider machte deutlich, dass Hitzewellen bereits jetzt erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachten. Die Lage sei dringend und erfordere umgehendes Handeln.
Lisa Badum, klimapolitische Sprecherin der Grünen, begrüßte die Problemwahrnehmung des Ministers. Gegenüber der Nachrichtenagentur dts erklärte sie jedoch, die aktuelle Hitzewelle sei aufgrund der Klimakrise um vier Grad intensiver. Badum argumentierte, der Einsatz von Öl- und Gasheizungen über das Jahr 2045 hinaus verstoße gegen die Verfassung.
Die Grünen fordern nun ein neues Klimaschutzprogramm. Badum kritisierte die Zustimmung der SPD zum Gebäudeenergiegesetz als kontraproduktiv für die Klimaziele. Zudem forderte sie Schneider auf, das bestehende Klimaschutzprogramm zu überarbeiten, um es gerechter und wirksamer zu gestalten.
Die Debatte entzündet sich an der aktuellen Extremhitze in Deutschland. Badum besteht darauf, dass die Regierung schnell handeln müsse, um die Politik mit den Klimazielen in Einklang zu bringen. Schneiders Anerkennung der wirtschaftlichen Risiken deutet auf eine mögliche Wende in der politischen Diskussion hin.
