08 May 2026, 16:20

Hessens Autoindustrie 2025: E-Auto-Boom trifft auf sinkende Umsätze und höhere Kosten

Plakat für eine Autowerkstatt in den Pyrenäen, Frankreich, mit einer Landschaft aus Hügeln unter einem klaren blauen Himmel und Text mit Informationen über den Service.

Hessens Autoindustrie 2025: E-Auto-Boom trifft auf sinkende Umsätze und höhere Kosten

Hessens Automobilindustrie verzeichnete 2025 gemischte Ergebnisse. Während der Absatz von Elektrofahrzeugen stark anstieg, sanken die Gesamtumsätze und Gewinnmargen. Gleichzeitig gab es Verschiebungen bei den Ausbildungszahlen und steigende Kosten für Verbraucher:innen.

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Die Nachfrage nach Elektroautos in Hessen wuchs im vergangenen Jahr deutlich. Die Verkäufe von rein batteriebetriebenen Fahrzeugen stiegen um 47,6 % auf 189.601 Einheiten. Auch die Neuzulassungen von Plug-in-Hybriden legten um 35,6 % zu.

Doch der Gesamtmarkt kämpfte mit Rückgängen. Die Pkw-Neuzulassungen sanken um 4 % auf 322.461 Fahrzeuge. Der Branchenumsatz in Hessen ging leicht auf 29,1 Milliarden Euro zurück – ein Minus im Vergleich zu 2024. Die Gewinnmargen schrumpften von 1,6 % auf 1,1 %.

Bei den Ausbildungsverträgen zeigten sich unterschiedliche Trends. Die Zahl der neuen Verträge für Kfz-Mechatroniker:innen stieg leicht auf 1.842. Dagegen gingen kaufmännische Ausbildungsplätze um 10,4 % zurück; hier wurden nur noch 387 neue Verträge abgeschlossen.

Für Autohalter:innen stiegen 2025 die Kosten. Der Durchschnittspreis eines Neuwagens kletterte auf 44.780 Euro. Private Kund:innen gaben 604 Euro für Verschleißreparaturen aus, während die allgemeinen Wartungskosten bei 542 Euro lagen.

Für 2026 erwartet der Zentralverband Deutches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) eine leichte Erholung. Die Prognose sieht einen Anstieg der Neuzulassungen bundesweit um 3,5 % bis 4 % vor.

Die Zahlen spiegeln einen gespaltenen Markt in Hessen wider: Elektrofahrzeuge gewinnen an Boden, doch der traditionelle Absatz und die Profitabilität schwächeln. Gleichzeitig müssen Verbraucher:innen höhere Preise und Unterhaltskosten tragen, während sich die Branche an die veränderte Nachfrage anpasst.

Quelle