Hertha BSC setzt auf Neuanfang: Teambuilding statt Transferrausch vor der Saison
Piotr DietzHertha BSC setzt auf Neuanfang: Teambuilding statt Transferrausch vor der Saison
Hertha BSC bereitet sich mit einem neuen Ansatz auf die kommende Saison vor. Der Verein veranstaltete kürzlich ein zweitägiges Teambuilding-Camp in Kienbaum, um unter Trainer Stefan Leitl Ziele zu setzen und Rollen neu zu definieren.
Im Mittelpunkt des Camps stand die Entwicklung einer positiven Grundhaltung sowie die Festlegung interner Vorgaben, noch bevor das offizielle Training beginnt. Konkrete Saisonziele werden zunächst intern finalisiert, bevor sie öffentlich kommuniziert werden.
Hertha BSC hat bereits Leistungsträger wie Fabian Reese, Kennet Eichhorn und Michael Cuisance verkauft. Diese Abgänge sind eine Folge der angespannten finanziellen Lage des Vereins – durch die Transfers flossen zweistellige Millionenbeträge in die Kasse. Weitere Spieler drängen nun auf einen Wechsel, während bisher keine bedeutenden Neuzugänge bestätigt wurden.
Die Abgänge könnten jungen Talenten aus der Akademie wie Boris Mamuzah Lum den Weg ebnen. Gleichzeitig will der Verein die Philosophie des „Berliner Wegs“ verfolgen und sich von reinen Aufstiegsambitionen verabschieden, um realistischere Ziele zu setzen. Geschäftsführer Peter Görlich hatte zuvor den Anspruch geäußert, sich sportlich mit Union Berlin messen zu wollen.
Mit einer überarbeiteten Strategie und einem schlankeren Kader startet Hertha BSC in die neue Spielzeit. Der Fokus liegt auf Stabilität statt Aufstieg, wobei auf interne Entwicklung und finanzielle Vorsicht gesetzt wird. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie sich diese Veränderungen auf die Leistungen der Mannschaft auswirken.
