Heidenheims emotionaler 2:0-Sieg: Ein Tor für die Liebe und gegen Leukämie
Nathalie BauerHeidenheims emotionaler 2:0-Sieg: Ein Tor für die Liebe und gegen Leukämie
Heidenheim sichert wichtigen 2:0-Sieg gegen den FC St. Pauli und hält Bundesliga-Träume am Leben
Mit einem entscheidenden 2:0-Erfolg gegen den FC St. Pauli am Samstag bewahrte der 1. FC Heidenheim seine Chancen auf den Klassenerhalt in der Bundesliga – zumindest für eine weitere Woche. Doch das Spiel hatte für Mittelfeldspieler Eren Dinkçi eine tiefere, persönliche Bedeutung: Sein Tor widmete er seiner Freundin, die an Leukämie erkrankt ist.
Dinkçis Treffer war mehr als nur ein wichtiger Punkt im Abstiegskampf des Tabellenletzten. Nach seinem Tor deutete er zum Himmel und enthüllte später, dass das Tor für seine Freundin Cinja bestimmt war, die aufgrund ihrer Erkrankung möglicherweise bald eine Stammzelltransplantation benötigen wird. Sowohl Dinkçi als auch Cinja betonen jedoch, dass es in ihrer öffentlichen Kampagne nicht um sie selbst geht, sondern darum, Aufmerksamkeit für andere Betroffene von Leukämie und Blutkrankheiten zu schaffen.
Der Verein hatte sich mit der Stammzellspenderdatei DKMS zusammengetan, um zur Registrierung potenzieller Spender aufzurufen. Rund um das Spiel in Freiburg am vergangenen Wochenende ließen sich 688 Menschen als mögliche Stammzellspender eintragen. Trainer Frank Schmidt lobte nicht nur Dinkçis Leistung auf dem Platz, sondern auch sein Engagement für die Sache – ein Moment, der die Mannschaft inspiriert habe.
Der Sieg bringt Heidenheim vorerst vom letzten Tabellenplatz weg. Doch mit dem Abstieg, der weiterhin droht, zählt nun jeder Punkt im Kampf um den Verbleib in Deutschlands Eliteklasse.
Das Tor und die damit verbundene Kampagne haben die Bedeutung von Stammzellspenden in den Fokus gerückt – Hundertfache ließen sich als Spender registrieren. Für Heidenheim bedeutet der Sieg vor allem eines: Der Abstiegskampf wird um mindestens eine Woche verschoben. Dinkçis Hommage an Cinja hingegen hat aus einem sportlichen Moment einen weitreichenden Aufruf zur Solidarität gemacht.






