24 June 2026, 16:17

Halles Hochstraßenbrücken am Riebeckplatz werden bis 2029 abgerissen – für ein neues Kulturzentrum

Nach der genehmigten Abriss des Viadukts am Riebeckplatz: Ist auch die Hauptstraße zwischen Alt- und Neustadt in Gefahr?

Halles Hochstraßenbrücken am Riebeckplatz werden bis 2029 abgerissen – für ein neues Kulturzentrum

Halles zwei ikonische Hochstraßenbrücken am Riebeckplatz sollen bis 2029 abgerissen werden. Die Entscheidung fällt nach Ablauf ihrer Nutzungsdauer und ebnet den Weg für ein neues, Millionen teures Kulturzentrum. Seitdem wachsen die Bedenken hinsichtlich der Sicherheit ähnlicher Bauwerke in der Stadt.

Der Abriss steht im Zusammenhang mit den Plänen für das „Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation“. Die in der DDR-Zeit errichteten Brücken haben das Ende ihrer betrieblichen Lebensdauer erreicht.

Der Einsturz der Carola-Brücke in Dresden im vergangenen Jahr veranlasste die Hallesche Stadtverwaltung, die Überprüfungen der eigenen Bauwerke zu beschleunigen. René Rebenstorf, Leiter der Stadtentwicklung in Halle, bestätigte, dass die Überführung am Franckeplatz derzeit in einem deutlich besseren Zustand sei als die Riebeckplatz-Brücken. Sie weist zwar dieselbe Spannbetonbauweise auf, doch seien dort vorerst keine dringenden Maßnahmen erforderlich.

Ein langfristiger Plan für die Franckeplatz-Trasse muss in den kommenden Jahren noch erarbeitet werden. Bei einem Treffen wurden die Baupläne für den Riebeckplatz finalisiert, aber auch allgemeine Sicherheitsbedenken erörtert. Rebenstorf wies Befürchtungen zurück, die Achse vollständig aufzugeben, und betonte, dass die Brücken über Saale und Elisabethsaale bei Bedarf entsprechend ersetzt würden.

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Spannbeton stellt eine besondere Herausforderung dar, da seine Schwachstellen oft verborgen sind. Prüfer müssen sich auf Oberflächenrisse verlassen, um die Standfestigkeit zu beurteilen.

Die Riebeckplatz-Brücken werden in sechs Jahren verschwunden sein. Die Stadt schließt akute Risiken am Franckeplatz zwar aus, räumt aber ein, dass langfristige Planungen notwendig sind. Vorsorglich werden auch die Inspektionen weiterer Spannbetonbauwerke in Halle fortgesetzt.

Quelle