Grünen-Experte zerpflückt Stuttgart 21 als "kolossalen Fehler" – und warnt vor Milliarden-Grab
Piotr DietzGrünen-Experte zerpflückt Stuttgart 21 als "kolossalen Fehler" – und warnt vor Milliarden-Grab
Grünen-Bahnexperte Matthias Gastel übt scharfe Kritik am Projekt Stuttgart 21
Der Verkehrsexperte der Grünen, Matthias Gastel, hat das Großprojekt Stuttgart 21 als „kolossalen Fehler“ scharf verurrteilt. Er warnte vor anhaltenden Problemen bei Kapazität und Flexibilität des unterirdischen Bahnknotens. Ursprünglich mit einem Budget von 4,5 Milliarden Euro veranschlagt, belaufen sich die Kosten mittlerweile auf ein Vielfaches – bei gleichzeitig massiven Verzögerungen.
Der neue Stuttgarter Tiefbahnhof sollte eigentlich das Verkehrsnetz der Stadt modernisieren. Doch die Ausgaben sind längst über die geplanten 4,5 Milliarden Euro hinausgeschossen. Die Deutsche Bahn rechnet inzwischen mit Gesamtkosten von 11,3 Milliarden Euro.
Gastel benannte gravierende Schwächen im Design des neuen Bahnhofs: Die Anlage verfüge weder über die nötige Kapazität noch über die betriebliche Flexibilität, um künftige Anforderungen zu bewältigen. Statt eines zukunftsweisenden Effizienzgewinns drohe das Projekt, noch vor der Fertigstellung veraltet zu sein.
Auch der Zeitplan ist völlig aus dem Ruder gelaufen: Statt wie ursprünglich geplant 2021 wird der Bahnhof erst 2031 in Betrieb gehen – ein Jahrzehnt später als vorgesehen. Trotz aller Rückschläge soll Stuttgart jedoch der erste vollständig digitalisierte Bahnhof Deutschlands werden.
Gastel forderte, den Fokus stattdessen auf Funktionalität und langfristige Tragfähigkeit zu legen. Notwendig seien zusätzliche Infrastrukturmaßnahmen, um die Kapazitäten zu erweitern – statt sich auf das aktuell mangelhafte Konzept zu verlassen.
Mit Kosten von 11,3 Milliarden Euro und einer Fertigstellung erst 2031 steht Stuttgart 21 weiter in der Kritik. Experten wie Gastel befürchten, dass die begrenzte Kapazität und fehlende Anpassungsfähigkeit des Bahnhofs dauerhafte Probleme schaffen werden. Während die Planer die Digitalisierung vorantreiben, bleibt die Debatte über die Zukunft des Projekts ungelöst.






