Grüne stellen 90 Fragen zu Spahns umstrittenen Maskendeals während der Pandemie
Murat JähnGrüne stellen 90 Fragen zu Spahns umstrittenen Maskendeals während der Pandemie
Die Grünen haben neue Bedenken bezüglich der Maskenbeschaffungsverträge unter der Führung des damaligen Gesundheitsministers Jens Spahn während der Pandemie geäußert. Um Details über die umstrittenen Verträge aufzudecken, wurde eine Serie von 90 Fragen eingereicht. Unterdessen kritisieren Oppositionspolitiker das anhaltende Fehlen von Verantwortung für die anstehenden Probleme.
Auf dem Höhepunkt der Coronakrise leitete Jens Spahn – damals Gesundheitsminister und heute stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU – den Einkauf von Schutzmasken. Doch der Prozess geriet schnell in Turbulenzen: Das Logistikunternehmen Fiege geriet wegen der Abwicklung der Lieferungen massiv in die Kritik. Die Beratungsfirma EY warf Fiege später vor, erhebliche Störungen verursacht zu haben, darunter Versäumnisse bei der Erfassung eingehender Sendungen.
Die Probleme führten zu unvollständiger, verspäteter und fehlerhafter Dokumentation. Lastwagen stauten sich regelmäßig vor den Lagern von Fiege, da es Streitigkeiten über Liefermeldungen gab. Diese Verzögerungen lösten Zahlungsprobleme aus, woraufhin über 100 Maskenlieferanten die Bundesregierung auf Milliardenbeträge wegen ausstehender Zahlungen verklagten. Einige Lieferanten beanspruchten sogar Schadensersatz wegen der anhaltenden Chaoslage.
Beamte überhäuften Fiege mit 1.060 Einzelanfragen und Nachfragen, um den Rückstau zu bereinigen. Dennoch blieben die jüngsten Fragen der Grünen zu den Verträgen unbeantwortet oder wurden nur ausweichend beantwortet. Oppositionspolitiker werfen dem Gesundheitsministerium seitdem irreführende Aussagen vor und fordern klarere Antworten.
Die Folgen der Maskenbeschaffungsverträge weiten sich weiter aus: Lieferanten treiben rechtliche Schritte voran, während Politiker mehr Transparenz einfordern. Die Abwicklung der Verträge durch die Regierung – und die Rolle von Fiege bei den Verzögerungen – bleibt Gegenstand der Prüfung. Bisher gab es für die Beteiligten des Skandals keine politischen Konsequenzen.






