Gorleben bleibt weitere 20 Jahre Atommüll-Zwischenlager – trotz Sicherheitsbedenken
Murat JähnGorleben bleibt weitere 20 Jahre Atommüll-Zwischenlager – trotz Sicherheitsbedenken
Atomanlagen Gorleben bleibt weitere 20 Jahre in Betrieb
Die deutsche Atommüll-Zwischenlagerstätte Gorleben wird noch mindestens 20 Jahre länger genutzt. Die aktuelle Genehmigung läuft 2034 nach vier Jahrzehnten Betrieb aus. Die Entscheidung fällt zu einer Zeit, in der die Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Abfall über das ursprünglich gesetzte Zieljahr 2031 hinaus andauert.
In der Anlage lagern derzeit 113 CASTOR-Behälter mit hochradioaktivem Müll, darunter abgebrannte Brennelemente und Wiederaufarbeitungsabfälle. Das zwischen 1982 und 1983 errichtete Lager verfügt über dünnere Wände und Decken als neuere Zwischenlager.
Der Betreiber BGZ begründet die Verlängerung mit Sicherheitsaspekten. Zudem solle so der Wissens- und Erfahrungstransfer gesichert werden. Die Aufsicht obliegt dem Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung.
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüneburg-Dannenberg äußert hingegen Bedenken. Ihre Mitglieder hinterfragen die langfristige Sicherheit des Standorts.
Mit der Verlängerung bleibt Gorleben nun bis mindestens 2054 in Betrieb. Die Anlage wird weiterhin Atommüll aufnehmen, bis ein Endlager gefunden ist. Die Entscheidung garantiert zwar eine fortlaufende Überwachung, verlängert aber auch die Abhängigkeit von einer veralteten Lagerstätte.
