Göppingen reformiert städtische Unternehmen radikal bis Ende 2024
Der Gemeinderat von Göppingen hat tiefgreifende Änderungen in der Struktur der städtischen Unternehmen beschlossen. Die Umstrukturierung erfolgt im Rahmen des Projekts NewOrg 2024, das eine effizientere Organisation der kommunalen Dienstleistungen zum Ziel hat. Langfristig sollen die Maßnahmen jährlich mehrere hunderttausend Euro einsparen.
Die bedeutendste Veränderung betrifft die Auflösung zweier städtischer Einrichtungen: Die Bau- und Entwicklungsgesellschaft Göppingen (BEG) wird geschlossen, ihre Aufgaben gehen an das städtische Bauamt über. Gleichzeitig wird der Entsorgungsbetrieb Stadtentwässerung Göppingen (SEG) bis Jahresende in den kommunalen Dienstleister Stadtwerke Göppingen (SWG) integriert.
Auch das Parkraummanagement wird künftig als eigenständige Abteilung innerhalb der SWG geführt. Diese Zentralisierung folgt dem früheren Beschluss der Stadt, die Stadtentwässerung Göppingen sowie die Parkraumverwaltung an die SWG zu übertragen – wobei keine öffentlichen Unterlagen über deren finanzielle oder organisatorische Situation vor der Übernahme vorliegen.
Die Stadthalle Göppingen bleibt hingegen weiterhin in direkter städtischer Trägerschaft. Zudem werden die Wohnbau Göppingen GmbH und die Business-Park Göppingen GmbH künftig enger in der Flächenentwicklung zusammenarbeiten. Für alle betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelten die bisherigen Arbeitsverträge und Stellen unter der neuen Struktur weiter.
Die Unternehmensberatung Rödl & Partner begleitete das Projekt fachlich.
Die Änderungen treten bis Ende 2024 in Kraft. Durch die Bündelung von Dienstleistungen und die Abschaffung überflüssiger Strukturen will die Stadt Kosten senken und die Effizienz steigern. Die jährlichen Einsparungen sollen bereits in wenigen Jahren im hohen sechsstelligen Bereich liegen.






