29 June 2026, 12:37

Gipsabbau in Altertheim: Trinkwasser in Würzburgs Region bedroht?

Hürde auf dem Weg zu einem neuen Gipsbergwerk überwunden

Gipsabbau in Altertheim: Trinkwasser in Würzburgs Region bedroht?

Ein großes Gipsabbauprojekt in Altertheim wird derzeit geprüft – mit möglichen Folgen für die Trinkwasserversorgung Würzburgs. Der Baustoffkonzern Knauf plant, dort 50 Jahre lang unterirdisch Gips abzubauen und jährlich eine Million Tonnen zu fördern. Der Vorschlag hat eine Debatte über Umweltrisiken und öffentliche Ablehnung ausgelöst.

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Die Regierung von Unterfranken erklärte, der Gipsabbau berge keine unkontrollierbaren Risiken – vorausgesetzt, es würden strenge Auflagen eingehalten. Ein Restrisiko bleibe zwar bestehen, werde aber als beherrschbar eingestuft. Sollte der Grundwasserspiegel sinken, müssten die Arbeiten eingestellt werden. Knauf begrüßte die Einschätzung und versprach, ein verantwortungsvoller Partner in der Region zu sein.

Das Vorhaben stand während der Raumplanung unter intensiver Prüfung. Über 79 Behörden wurden angehört, und mehr als 4.300 Einwendungen aus der Bevölkerung wurden geprüft. Eine Online-Petition gegen die Pläne sammelte über 5.600 Unterschriften.

Die Grünen kritisierten die Bewertung der Regierung und warfen ihr vor, die Gefährdung des Trinkwassers zu unterschätzen. Die endgültige Genehmigung liegt nun beim Bergamt Nordbayern, das bis Jahresende entscheiden soll.

Das Gebiet ist von zentraler Bedeutung für die Wasserversorgung Würzburgs und der umliegenden Gemeinden. Bei einer Genehmigung müsste Knauf strenge Auflagen erfüllen, um Risiken zu minimieren. Die Entscheidung wird zeigen, ob das Projekt unter den vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen umgesetzt wird.

Quelle