05 April 2026, 00:26

Freiburgs Spendenprojekt hilft ukrainischen Soldaten mit Traumazentrum in Lwiw

Offenes Buch mit einer detaillierten Illustration aus dem 16. Jahrhundert von Lviv, Ukraine, das Gebäude, Bäume, Pflanzen, Wasser und Text zeigt.

Freiburgs Spendenprojekt hilft ukrainischen Soldaten mit Traumazentrum in Lwiw

Wohltätigkeitsgala in Freiburg startet Spendenprojekt für Soldaten in Lwiw, Ukraine

Eine Wohltätigkeitsgala in Freiburg hat ein neues Spendenprojekt ins Leben gerufen, um Soldaten in Lwiw, Ukraine, zu unterstützen. Die Initiative soll ein spezialisiertes Traumazentrum sowie eine Rehabilitationsstätte für Rückkehrer von der Front finanzieren. Fast drei Jahre nach Beginn des russischen Angriffs verlagert sich der Schwerpunkt der Hilfsmaßnahmen von der Notversorgung hin zu langfristiger Erholung und Wiederaufbau.

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Die von Charlotte Schönberger, Redakteurin der lokalen Website, organisierte Veranstaltung lenkte die Aufmerksamkeit auf die anhaltenden Kämpfe in der Ukraine. Freiburgs Oberstaatsanwalt Klaus Hoffmann und Tetjana Chabibrachmanowa vom Lwiwer Rathaus berichteten aus erster Hand über die Auswirkungen des Krieges auf Soldaten und Zivilisten gleichermaßen.

Als Russland die Ukraine überfiel, umfasste die erste Hilfe Freiburgs vor allem lebensnotwendige Güter wie Medikamente, Generatoren und Stromaggregate. Mit der Zeit weitete sich die Unterstützung auf Hilfsgüter, Lebensmittel, Spielzeug und sogar Stofftier für vertriebene Familien aus. Nun liegt der Fokus auf der langfristigen Erholung – die Stadt hat rund eine Million Euro zugesagt, um den Aufbau eines Traumazentrums in Lwiw zu fördern.

Die neue Einrichtung mit dem Namen Maysternja wird eng mit dem bestehenden Rehabilitationszentrum Unbroken zusammenarbeiten. Sie wird medizinische Versorgung und psychologische Betreuung für Soldaten anbieten, von denen viele mit schweren körperlichen und seelischen Verletzungen aus dem Krieg zurückkehren. Rund 50.000 Soldaten aus Lwiw befinden sich derzeit an der Front, und die Stadt wird täglich mit den Folgen des Krieges konfrontiert. Jeden Morgen um 11:30 Uhr finden Beerdigungen statt, und Schweigeminuten erinnern an die gefallenen Kämpfer.

Obwohl Lwiw aufgrund seiner westlichen Lage vergleichsweise sicher ist, lastet die ständige Nachricht von Todesfällen in anderen ukrainischen Städten schwer auf den Bewohnern. Das Traumazentrum soll sich genau dieser unsichtbaren Wunden annehmen und spezialisierte Hilfe für diejenigen bieten, die mit den psychologischen Folgen des Krieges kämpfen.

Freiburgs Engagement beschränkt sich nicht auf finanzielle Unterstützung. Klaus Hoffmann, der zuvor Kriegsverbrechen in Kiew untersucht hatte, und Tetjana Chabibrachmanowa, die für die internationalen Kontakte Lwiws zuständig ist, lieferten auf der Gala eindrucksvolle Einblicke. Ihre Berichte unterstrichen die Notwendigkeit anhaltender Hilfe, während die Ukraine in das dritte Kriegsjahr geht.

Das Traumazentrum in Lwiw wird durch die weitere finanzielle Förderung Freiburgs ausgebaut. Das Projekt spiegelt einen generellen Wandel in den Hilfsprioritäten wider – weg von der akuten Nothilfe, hin zum Wiederaufbau von Leben. Für die Soldaten, die von der Front zurückkehren, bietet das Zentrum lebenswichtige medizinische und psychologische Betreuung in einer Stadt, die noch immer mit den täglichen Realitäten des Krieges ringt.

Quelle