Frei drängt auf rasche Reformen: Steuern, Rente und Gesundheit im Fokus der Ampelkoalition
Murat JähnFrei drängt auf rasche Reformen: Steuern, Rente und Gesundheit im Fokus der Ampelkoalition
Thorsten Frei, der Kanzleramtsminister und Chef des Bundeskanzleramts unter Olaf Scholz (CDU), hat zu raschen Fortschritten bei zentralen Reformen in den kommenden Wochen aufgerufen. In seinen Äußerungen zu Gesundheitspolitik, Rentenversicherung und Steuerpolitik betonte er die Dringlichkeit von Entscheidungen, um die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands zu sichern.
Frei nahm auch Stellung zum Aufstieg der AfD in aktuellen Umfragen, den er als alarmierend, aber zugleich als Ansporn für die Ampelkoalition bezeichnete, bessere politische Lösungen vorzulegen.
Der CDU-Politiker skizzierte mehrere große Reformvorhaben, die derzeit vorangetrieben werden. Dazu zählen Senkungen der Unternehmenssteuern, die Einführung einer „aktiven Rente“ sowie die Abschaffung des Bürgergelds als Grundsicherung. Bei der Gesundheitsreform gehe es darum, die Beitragssätze stabil zu halten und gleichzeitig alle Beteiligten in die Pflicht zu nehmen.
In der Finanzpolitik schloss Frei eine erneute Aussetzung der Schuldenbremse aus – selbst angesichts der Iran-Krise. Weitere Kreditaufnahmen würden die finanzielle Handlungsfähigkeit Deutschlands nur weiter einschränken, warnte er. Trotz Kritik der AfD an den geplanten Haushaltsdefiziten verteidigte Frei die Maßnahmen und begründete die Ausgaben mit der nationalen Sicherheit.
Steuerentlastungen stehen ebenfalls weit oben auf der Agenda. Frei versprach reale Entlastungen für möglichst viele Steuerzahler im Rahmen der anstehenden Einkommensteuerreform. Zwar räumte er ein, dass Kompromisse nötig seien, doch müssten die Lösungen die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands stärken.
Zugleich zeigte sich Frei überzeugt von der Stabilität der schwarz-roten Koalition und wies Spekulationen über deren Zukunft zurück. Die jüngsten Umfragen, in denen die AfD die Regierungsparteien überholt habe, seien zwar ein Weckruf, sollten die Regierung aber dazu motivieren, ihre Arbeit zu intensivieren.
Die Reformen – von der Gesundheitsversorgung über die Renten bis hin zu Steuersenkungen – sollen in den nächsten Wochen konkret vorankommen. Freis klare Haltung zu Schuldenpolitik und Sicherheitsausgaben bleibt unverändert, während sein Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit auf eine langfristige wirtschaftliche Stabilisierung abzielt. Die Koalition steht nun unter Druck, die Pläne zügig umzusetzen, bevor die öffentliche Unterstützung weiter schwindet.






