Fracking in Deutschland: Kann es die Gasversorgung bis 2025 wirklich stärken?
Nathalie BauerFracking in Deutschland: Kann es die Gasversorgung bis 2025 wirklich stärken?
Deutschland prüft derzeit, ob Fracking die heimische Erdgasversorgung stärken könnte. Bis 2025 ließe sich durch das Verfahren jährlich zusätzliches Gas in Höhe von 5 bis 10 Milliarden Kubikmetern fördern – vorausgesetzt, das bestehende Verbot wird aufgehoben.
Hydraulic Fracturing könnte die langfristige Energiesicherheit Deutschlands verbessern. Das Land verfügt über beträchtliche Schiefergasvorkommen, doch deren Erschließung würde Hunderte von Bohrungen und mehrere Jahre erfordern, um eine funktionsfähige Industrie aufzubauen.
Bei Einhaltung strenger Umweltauflagen gelten die Risiken des Frackings als gering. Unklar bleibt jedoch, ob sich das Verfahren ohne staatliche Förderung wirtschaftlich rechnet. Selbst bei maximaler Produktion würde das zusätzliche Gas 2025 nur 6 bis 12 Prozent des voraussichtlichen deutschen Verbrauchs decken.
Die Auswirkungen auf den Weltmarkt wären minimal. Experten zufolge würde die zusätzliche Förderung weder die globalen Gaspreise beeinflussen noch kurzfristige Versorgungsengpässe beheben. Probebohrungen können erst beginnen, sobald das Fracking-Verbot fällt.
Fracking könnte bis Mitte der 2020er-Jahre einen bescheidenen Beitrag zur deutschen Gasversorgung leisten – ohne jedoch die Preise zu senken oder akute Knappheiten zu lindern. Entscheidend sind regulatorische Änderungen und langfristige Investitionen.






