25 June 2026, 02:20

FDP-Politiker Martin Hagen löst mit Junge-Freiheit-Interview hitzige Debatte aus

Ex-FDP-Justizminister nennt JF 'No-go-Zone'

FDP-Politiker Martin Hagen löst mit Junge-Freiheit-Interview hitzige Debatte aus

Eine Debatte ist entbrannt, nachdem der FDP-Politiker Martin Hagen ein Interview der rechtsextremen Zeitschrift Junge Freiheit gegeben hat. Die Entscheidung stößt sowohl auf Kritik als auch auf Zustimmung und hat eine breitere Diskussion über politische Positionierung und mediale Grenzen ausgelöst.

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, ehemalige Justizministerin unter Angela Merkel, verurteilte Hagens Schritt. Sie argumentierte, dass die Zusammenarbeit mit der Jungen Freiheit die Gefahr berge, die rechtsextreme AfD zu normalisieren. Auch das Magazin Der Spiegel meldete sich zu Wort und behauptete, das Interview verletze eine journalistische Brandmauer.

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Sabine Döring zog sich aus einer Podiumsdiskussion der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung zurück und begründete dies mit dem umstrittenen Diskussionsforum. Hagen verteidigte sein Vorgehen und betonte, das Blatt sei weder unseriös noch verfassungsfeindlich. Zudem beklagte er einen Rückgang der gesellschaftlichen Debattenkultur, insbesondere während der Amtszeit Merkels.

Susanne Seehofer lobte das Interview und unterstrich die Bedeutung des Dialogs jenseits von Echokammern. Hagen bekräftigte seine Haltung, schloss jede Zusammenarbeit mit der AfD aus und betonte, dass diese kein möglicher Partner für die FDP sei.

Der Streit verdeutlicht die Spannungen bei der Frage, wie mit Medien und politischen Grenzen umgegangen werden soll. Hagens Interview hat die Diskussion über die Position der FDP im Umgang mit rechtsextremen Akteuren weiter angeheizt. Die Debatte bleibt ungelöst – mit gegensätzlichen Einschätzungen über die Folgen solcher Gespräche.

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