05 June 2026, 15:32

Ex-Handelsinspektor scheitert mit Klage gegen Coronakritik-Entlassung

Lucian Michaelis: Als 'rechts' denunziert

Ex-Handelsinspektor scheitert mit Klage gegen Coronakritik-Entlassung

Ein ehemaliger leitender Handelsinspektor aus Sachsen-Anhalt hat seinen Rechtsstreit gegen die Entlassung verloren, nachdem er sich gegen die Coronamaßnahmen gestellt hatte. Lucian Michaelis, einst ein angesehener Beamter, wurde 2024 wegen Kritik an den Impfkampagnen und seiner Teilnahme an Protesten aus dem Amt entfernt. Sein Fall endete nun mit einem endgültigen Urteil des Verwaltungsgerichts Halle, das seine Klage gegen die Entscheidung abwies.

Lucian Michaelis arbeitete als Handelsinspektor beim Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt, bis er entlassen wurde. Seine Ablehnung der Pandemie-Beschränkungen speiste sich unter anderem aus seinem lutherisch-christlichen Hintergrund – eine Überzeugung, die er mit seinem Vater, Martin Michaelis, teilte. Der ältere Michaelis, ein Pfarrer aus Quedlinburg, hatte ebenfalls öffentlich Regierungspolitik kritisiert und kandidierte später als unabhängiger Bewerber mit Unterstützung der AfD.

Im Mittelpunkt des Gerichtsverfahrens standen mehrere Vorwürfe gegen Lucian Michaelis. Zwar wiesen die Richter die meisten Anklagepunkte zurück, doch bestätigten sie den Vorwurf des Zeitbetrugs – obwohl Belege vorlagen, dass seine Behörde seine Arbeitszeiten zuvor genehmigt hatte. Zudem hatte er Dienstbriefbögen genutzt, um Impfempfehlungen infrage zu stellen, was bei den Behörden auf scharfe Kritik stieß.

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Seine Teilnahme an einem umstrittenen „Fackelmarsch“ in Halberstadt im Februar 2022 belastete seinen Ruf zusätzlich. Die Veranstaltung führte zu Vorwürfen rechtsextremer Verbindungen, die Michaelis jedoch zurückwies. Letztlich urteilte das Gericht, dass sein Verhalten – kombiniert mit Vorwürfen mangelnder Leistung – seine Entlassung aus dem öffentlichen Dienst rechtfertigte.

2025 veröffentlichte sein Vater, Martin Michaelis, eine Anthologie mit dem Titel „Mut zur Abweichung: Stimmen des ‚Keine Alternative‘-Widerstands“. Das Buch versammelt Berichte von Menschen, die sich gegen die Pandemiepolitik stellten, und spiegelt das anhaltende Engagement der Familie für diese Thematik wider.

Die Gerichtsentscheidung besiegelt das Ende von Lucian Michaelis’ Laufbahn im öffentlichen Dienst. Seine Entlassung wurde rechtlich wegen Fehlverhaltens bestätigt, darunter Zeitbetrug und die unbefugte Nutzung dienstlicher Ressourcen. Der Fall zeigt die Konsequenzen für Beamte, die Regierungsmaßnahmen öffentlich infrage stellen – selbst wenn einige Vorwürfe später fallen gelassen werden.

Quelle