26 June 2026, 22:18

EU-Methanregeln für Öl- und Gasimporte stoßen auf deutschen Widerstand

Deutschland warnt: EU-Methan-Regeln könnten Jet-Treibstoff- und LNG-Importe stören

EU-Methanregeln für Öl- und Gasimporte stoßen auf deutschen Widerstand

Deutschland hat sich anderen EU-Regierungen angeschlossen und spricht sich gegen die geplanten Methan-Emissionsvorschriften der Union für importiertes Öl und Gas aus. Die Verordnung zielt darauf ab, Methanlecks zu reduzieren, indem ab nächsten Jahr die Überwachung von Emissionen verlangt wird, die mit Kraftstofflieferungen in die EU zusammenhängen. Methan ist nach Kohlendioxid der zweitgrößte Verursacher der globalen Erwärmung und steht daher im Mittelpunkt der Klimapolitik.

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Die von der EU vorgeschlagenen Regeln stoßen jedoch auf Widerstand von Industrieverbänden und einigen Regierungen. Kritiker argumentieren, dass die notwendigen Kontrollsysteme noch nicht einsatzbereit seien. Umweltverbände und Energieexperten hingegen unterstützen die Maßnahmen.

Die deutsche Wirtschaftsministerin Katherina Reiche warnte, dass die Verordnung ab 2027 die Einfuhren von Gas und Erdölprodukten blockieren könnte – darunter auch Kerosin, das für die Luftfahrt unverzichtbar ist. Damit verknüpft sie die Energiesicherheit direkt mit der Debatte über die Klimaregulierung.

Zwölf EU-Mitgliedstaaten fordern eine dreijährige Verschiebung der Umsetzung der Regeln. Die EU-Minister werden diese Anfrage in Kürze erörtern. Die Europäische Kommission versucht, ihre Klimaziele aufrechtzuerhalten, muss dabei aber Bedenken hinsichtlich der praktischen Umsetzung berücksichtigen. Gleichzeitig sieht sie sich mit Widerstand von Brennstofflieferanten außerhalb Europas und einigen Mitgliedstaaten konfrontiert.

Der Vorstoß erfolgt zu einer Zeit, in der das europäische Energiesystem bereits durch Störungen in den globalen Ölströmen belastet ist. Die geplanten Methanregeln könnten wichtige Energieimporte einschränken, darunter auch Flugtreibstoff. Die Diskussion zeigt die Spannungen zwischen Klimazielen und Energiesicherheit auf. Die EU-Minister müssen bald entscheiden, ob sie den Maßnahmen aufgrund des wachsenden Drucks eine Fristverlängerung gewähren.

Quelle