27 March 2026, 02:22

EnBW plant riesigen Batteriespeicher auf ehemaligem AKW-Gelände Philippsburg

Luftaufnahme einer Solarfelder mit Solarpanelen in einem Feld, umgeben von B"umen, Gras, Pflanzen und Wasser, mit einem Zug auf einer n"aheren Eisenbahnschiene.

EnBW plant riesigen Batteriespeicher auf ehemaligem AKW-Gelände Philippsburg

Der Energiekonzern EnBW plant auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Philippsburg eines der größten Batteriespeicherprojekte Deutschlands. Das Vorhaben, das sich über rund 100 Hektar erstrecken soll, zielt darauf ab, einen zentralen Knotenpunkt für die Speicherung erneuerbarer Energien zu schaffen. Bei Genehmigung könnten die Bauarbeiten bis Ende 2027 beginnen.

Der Standort Philippsburg wurde wegen der bestehenden Energieinfrastruktur und der starken Netzanbindung ausgewählt. Die Stilllegung der beiden Reaktorblöcke begann 2017 und 2020, was den Weg für die Neunutzung ebnete. EnBW hatte auch Alternativstandorte in Heilbronn und Neckarwestheim geprüft, hält Philippsburg jedoch für die geeignetste Option.

Die geplante Anlage soll eine Leistung von 400 Megawatt und eine Kapazität von 800 Megawattstunden aufweisen. Der Netzbetreiber TransnetBW wird voraussichtlich bis Mitte 2027 den erforderlichen Netzanschluss bereitstellen, um ein effizientes Be- und Entladen zu ermöglichen. Anders als bei vielen vergleichbaren Projekten will EnBW die Finanzierung ausschließlich über Stromverkäufe und Netzdienstleistungen sicherstellen – ohne staatliche Subventionen in Anspruch zu nehmen.

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Bisher liegt noch keine Baugenehmigung vor, und die finale Investitionsentscheidung steht ebenfalls aus. Das Gelände steht jedoch bereits innerhalb des Energieparks zur Verfügung und ist unabhängig vom Rückbau des Kernkraftwerks nutzbar. Verläuft alles nach Plan, könnte die Anlage bis Ende 2027 in Betrieb gehen.

Das Projekt würde das ehemalige Atomkraftwerksgelände zu einem zentralen Speicherstandort für erneuerbare Energien umwandeln. Dank seiner Größe – größer als die meisten deutschen Batteriespeicher – könnte es zur Stabilisierung des regionalen Stromnetzes beitragen. Die nächsten Schritte von EnBW hängen nun von behördlichen Genehmigungen und der endgültigen Investitionsfreigabe ab.

Quelle