Deutschlands Führungsrolle in der Kreislaufwirtschaft bröckelt durch asiatische Konkurrenz
Piotr DietzDeutschlands Führungsrolle in der Kreislaufwirtschaft bröckelt durch asiatische Konkurrenz
Deutschland führt weltweit bei Innovationen der Kreislaufwirtschaft – doch der Vorsprung schmilzt
Deutschland ist global führend in der Kreislaufwirtschaft: Das Land belegt Platz eins bei Patentqualität und wirtschaftlicher Wirkung. In den vergangenen 15 Jahren wurden seine Erfindungen auf diesem Gebiet fast 15.000 Mal zitiert – öfter als die jedes anderen Landes. Doch der wachsende Wettbewerb aus Ostasien stellt diese Vorreiterrolle zunehmend infrage.
Zwischen 2010 und 2024 wurden weltweit knapp 62.000 Patente im Bereich Kreislaufwirtschaftstechnologien angemeldet. Deutschland steuerte davon 10.700 bei – rund 17 Prozent des globalen Gesamtvolumens. Nur die USA verzeichneten mit 14.000 Patenten in diesem Zeitraum noch mehr Anmeldungen.
Besonders stark ist Deutschland in Schlüsselsektoren wie Batterierecycling und zirkulärem Bauen. Seine Patente gelten weltweit als die wirtschaftlich relevantesten, was sich an den hohen Zitierraten ablesen lässt. Doch Ostasien holt rasant auf.
China, Südkorea und Japan haben in den letzten Jahren einen deutlichen Schub erlebt. Allein 2021 meldete China fast fünfmal so viele Patente in diesem Bereich an wie noch 2010. Diese Entwicklung deutet auf einen Wandel in der globalen Innovationslandschaft für Nachhaltigkeit hin.
Deutschland bleibt zwar eine Patentgroßmacht in der Kreislaufwirtschaft, doch der Abstand verringert sich. Während ostasiatische Länder ihre Forschung beschleunigen, wird der Wettbewerb um die technologische Vorherrschaft in der Nachhaltigkeit immer intensiver. Im kommenden Jahrzehnt dürfte der Kampf um die Spitzenposition in diesem entscheidenden Feld noch härter werden.






