Dehoga-Chefin warnt vor Jobverlusten durch höhere Minijob-Abgaben in der Gastronomie
Piotr DietzDehoga-Chefin warnt vor Jobverlusten durch höhere Minijob-Abgaben in der Gastronomie
Jana Schimke, Geschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), hat Bedenken gegen geplante Reformen der Krankenversicherungsbeiträge geäußert. Sie argumentiert, dass höhere Kosten für Arbeitgeber – insbesondere bei Minijobs – Arbeitsplätze in der Gastronomie gefährden könnten. Ihre Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die Pläne von Gesundheitsministerin Nina Warken auf wachsenden Widerstand stoßen.
Schimke kritisierte die Vorschläge, die Arbeitgeberanteile für Minijobs zu erhöhen, einschließlich eines zusätzlichen Zuschlags. Sie warnte, dass dies die Branche hart treffen und Beschäftigung gefährden würde. Nach den geplanten Änderungen könnten die Sozialabgaben für Minijobs im Gesundheits- und Pflegebereich von 13 auf 21 Prozent steigen.
Zudem forderte sie eine breitere Entlastung bei den Lohnnebenkosten und verlangte Bürokratieabbau sowie Senkungen bei Steuern und Abgaben. Die Befürchtungen von Gewerkschaften, ein neues Arbeitszeitgesetz könnte zu 13-Stunden-Schichten führen, wies sie als unbegründet zurück. Schimke betonte, dass Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter schlecht behandelten, diese im aktuellen Arbeitsmarkt schnell verlieren würden.
Zur Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften äußerte sie Unbehagen über den Zustand der sozialen Partnerschaft. Mit Nachdruck forderte Schimke mutige Reformen, um die angeschlagene Branche zu stützen.
Die Warnungen des Dehoga unterstreichen die möglichen Folgen steigender Kosten für Arbeitsplätze in der Gastronomie. Der Verband besteht darauf, dass ohne Entlastung die geplanten Reformen Arbeitgeber zum Abbau von Stellen zwingen könnten. Schimkes Forderungen nach Reformen spiegeln die Sorgen der Branche um ihre Zukunftsfähigkeit wider.
