Daimler plant radikale Umstrukturierung in eigenständige Rechtseinheiten
Ditmar WellerDaimler plant radikale Umstrukturierung in eigenständige Rechtseinheiten
Daimler treibt die Pläne voran, seine Sparten in eigenständige rechtliche Einheiten umzustrukturieren. Der Schritt ist Teil einer umfassenden Strategie, um sich anzupassen und wettbewerbsfähig zu bleiben, wie die Unternehmensführung betont. Mit den Arbeitnehmervertretern wurde bereits eine Rahmenvereinbarung getroffen, um den Übergang zu unterstützen.
Der Automobilkonzern erwägt, die Bereiche Mercedes-Benz Pkw und Transporter sowie Daimler Lkw und Busse in unabhängige Rechtseinheiten aufzuspalten. Zwar haben Vorstand und Aufsichtsrat noch keine endgültige Zustimmung erteilt, doch das Unternehmen hat bereits Hundert Millionen Euro für vorbereitende Maßnahmen bereitgestellt.
Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender von Daimler, unterstrich die Notwendigkeit des Wandels, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Der Plan umfasst zudem eine Zuführung von drei Milliarden Euro in den Pensionsfonds, um die finanzielle Stabilität zu stärken.
Im Rahmen der Vereinbarung mit den Mitarbeitern wurde der Kündigungsschutz bis Ende 2029 verlängert. Damit sind betriebsbedingte Kündigungen bis zum 31. Dezember 2029 ausgeschlossen. Für die Umstrukturierung wäre zudem die Zustimmung der Aktionäre erforderlich, wobei die frühestmögliche Abstimmung auf der Hauptversammlung 2019 stattfinden könnte.
Das Unternehmen stellte klar, dass keine Geschäftsbereiche ausgegliedert werden sollen. Auch Kostensenkungsmaßnahmen, Effizienzprogramme oder Personalabbau sind nicht geplant. Die Neuordnung würde eine bedeutende Veränderung der Daimler-Konzernstruktur darstellen. Ziel ist es, die Position des Unternehmens zu stärken, während Arbeitsplätze und Pensionsverpflichtungen gesichert werden. Die endgültige Entscheidung hängt noch von internen Gremien und der Zustimmung der Aktionäre ab.
