Daimler glänzt mit Rekordabsatz bei Mercedes – doch Kartellverdacht trübt den Erfolg
Ditmar WellerDaimler glänzt mit Rekordabsatz bei Mercedes – doch Kartellverdacht trübt den Erfolg
Daimler meldet starke Quartalszahlen – Rekordverkäufe bei Mercedes, aber Kartellvorwürfe belasten
Daimler hat starke Ergebnisse für das zweite Quartal vorgelegt: Umsatz und Gewinne stiegen deutlich. Die Marke Mercedes-Benz verzeichnete Rekordabsätze, steht aber weiterhin unter Druck wegen mutmaßlicher Kartellabsprachen. Die Behörden prüfen mögliche Preisabsprachen unter Automobilherstellern.
Der deutsche Konzern verzeichnete einen Umsatzanstieg von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf rund 41,2 Milliarden Euro. Der Nettogewinn kletterte auf etwa 2,51 Milliarden Euro – nach 2,45 Milliarden Euro im gleichen Quartal 2016.
Die Sparte Mercedes-Benz Cars lieferte weltweit 595.200 Fahrzeuge aus, was einem Plus von 9 Prozent entspricht und das beste Quartal in der Geschichte der Marke darstellt. Die Nachfrage stieg besonders in Europa, China und anderen Schlüsselmärkten. Zudem kündigte das Unternehmen an, den Pickup X-Class im November auf den Markt zu bringen.
Trotz der positiven Zahlen ging Daimler in seinem Bericht nicht auf die Kartellvorwürfe ein. Die Aufsichtsbehörden untersuchen, ob regelmäßige Treffen zwischen Automobilherstellern zu unzulässigen Absprachen geführt haben. Der Aufsichtsrat des Konzerns wird sich mit den Vorwürfen befassen, während der VW-Vorstand bereits eine Krisensitzung zu dem Thema abgehalten hat.
Die Quartalszahlen von Daimler zeigen ein kräftiges Wachstum bei Absatz und Rentabilität. Die Markteinführung des X-Class-Pickups ist für November geplant. Die Kartellermittlungen bleiben jedoch ungeklärt – weitere Gespräche dazu werden in den kommenden Wochen erwartet.






