11 April 2026, 04:20

Christine Angerer soll neue Präsidentin des Bundesgerichtshofs werden

Porträt von Johann Wolfgang von Goethe in einer schwarzen Robe, identifiziert als erster deutscher Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, auf einem alten Dokument aus dem Jahr 1789 mit sichtbarem Text.

Christine Angerer soll neue Präsidentin des Bundesgerichtshofs werden

Christine Angerer soll nächste Präsidentin des Bundesgerichtshofs (BGH) werden. Die erfahrene Juristin wird Bettina Limperg nachfolgen, die Ende August in den Ruhestand geht. Die formelle Abstimmung über ihre Ernennung ist für den 10. Juni angesetzt.

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Angerers juristische Laufbahn begann 1993 als Staatsanwältin in München. Später promovierte sie an der Freien Universität Berlin, bevor sie in der Justiz Karriere machte. 2023 wurde sie zur Präsidentin des Oberlandesgerichts Bamberg ernannt, nachdem sie zuvor Vizepräsidentin des Landgerichts München II und Leiterin des Bayerischen Prüfungsamts für Rechtsreferendare gewesen war.

Ihre Nominierung geht auf die CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurück und wird von der SPD unterstützt. Das Bundesjustizministerium hat den Vorschlag bereits gebilligt. Als nächster Schritt steht die Wahl durch den Richterwahlausschuss an, der sich aus 16 Landesjustizministern und 16 Bundestagsabgeordneten zusammensetzt.

Eine abschließende Kabinettsentscheidung wird ihre Ernennung zur BGH-Präsidentin dann bestätigen. Wird Angerer am 10. Juni gewählt, übernimmt sie das höchste deutsche Zivil- und Strafgericht. Ihre jahrzehntelange Erfahrung in der Staatsanwaltschaft und in Führungspositionen der Justiz wird die künftige Ausrichtung des BGH prägen. Der Wechsel folgt auf Limpergs Ausscheiden nach langjähriger Tätigkeit.

Quelle