Chaos und Kultur: Wie die Lange Nacht der Museen Halle und Leipzig überrollte
Murat JähnChaos und Kultur: Wie die Lange Nacht der Museen Halle und Leipzig überrollte
Tausende Besucher strömten am Wochenende zur gemeinsamen „Langen Nacht der Museen“ in Halle und Leipzig. Die Veranstaltung lockte große Menschenmassen an, was zu überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln führte, da Pendler zwischen den Städten unterwegs waren. Einige Fahrgäste mussten nach Mitternacht mit Verspätungen rechnen, als Züge wegen Überlastung nicht mehr pünktlich fuhren.
Das Ticket für die Museumsnacht berechtigte zur kostenlosen Nutzung von Bussen, Straßenbahnen und S-Bahnen. In Halle zählten zu den Highlights das Händel-Haus, das Kunstmuseum Moritzburg und das Landesmuseum für Vorgeschichte. In Leipzig standen unter anderem Führungen im Grassimuseum für Angewandte Kunst, im Bach-Museum und im Museum der bildenden Künste auf dem Programm.
Nach Mitternacht führte die Ausfall einer S3 zu einem Andrang am Leipziger Hauptbahnhof. Die nächste S5 in Richtung Halle-Trotha fuhr erst wieder nach über einer Stunde, sodass viele Wartende zurückblieben. Als der Zug endlich ein traf, war er innerhalb kürzester Zeit hoffnungslos überfüllt – Dutzende Reisende konnten nicht mehr mitfahren.
Trotz der Transportprobleme bewerteten die Veranstalter die Museumsnacht als vollen Erfolg. Beide Städte verzeichneten hohe Besucherzahlen, da viele die verlängerten Öffnungszeiten und Sonderausstellungen nutzten.
Die „Lange Nacht der Museen“ brachte große Besucherscharen in die Kulturstätten von Halle und Leipzig. Die Überlastung der S5 zeigte dabei den Bedarf an einem besseren Nachtverkehrsangebot bei Großveranstaltungen. Zwar war die kostenlose Nutzung des ÖPNV im Ticket inbegriffen, doch das begrenzte Angebot führte bei manchen Fahrgästen zu Verzögerungen.






