Chaos beim Fusion-Festival: Brände, Drogen und Gewalt erschüttern Veranstaltung
Nathalie BauerChaos beim Fusion-Festival: Brände, Drogen und Gewalt erschüttern Veranstaltung
Fusion-Festival in diesem Jahr von zahlreichen Zwischenfällen überschattet
In diesem Jahr wurde das Fusion-Festival von mehreren Störungen heimgesucht, darunter eine vorübergehende Unterbrechung und zahlreiche drogenbezogene Straftaten. Die Polizei registrierte während der Verkehrskontrollen rund um die Veranstaltung 48 Fälle von Fahrern unter Drogeneinfluss. Zudem erstatteten die Behörden mehrere Strafanzeigen und leiteten Verfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz ein.
Am Donnerstagabend wurde das Festival nach Ausbruch mehrerer Brände vorübergehend gestoppt. Aus Vorsichtsgründen wurden alle Besucher auf einen nahegelegenen Flugplatz evakuiert. Während der Räumung sollen einige Personen die Außenwand einer mobilen Polizeistation mit Graffiti besprüht haben. Ein Beamter, der die Sachbeschädigung filmen wollte, wurde dabei angegriffen und erlitt leichte Verletzungen.
Rund 70 Bundespolizisten waren in der Nähe des Bahnhofs Neustrelitz im Einsatz, um die Lage zu kontrollieren. Bei stichprobenartigen Kontrollen dokumentierten sie zehn Straftaten und einen Ordnungswidrigkeitsverstoß, die meisten im Zusammenhang mit Drogen. Zudem stellten sie eine Person fest, die sich illegal in Deutschland aufhielt.
Zollbeamte leiteten 24 Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Cannabiskonsumgesetz ein. Acht Strafanzeigen wurden wegen Drogenbesitzes oder -handels erstattet. Beschlagnahmt wurden unter anderem Ecstasy-Tabletten, Kokain und Amphetamine.
Die Unterbrechung des Festivals und die anschließenden Vorfälle führten zu mehreren Festnahmen und rechtlichen Schritten. Polizei und Zollbehörden gehen weiterhin gegen drogenbedingte Kriminalität und Ordnungswidrigkeiten vor. Die Ermittlungen dauern an.
