09 June 2026, 10:21

CDU-Politikerin Connemann attackiert EU-Pläne zur Lohntransparenz als "bürokratischen Irrsinn"

Chefin der Mittelstandsunion Connemann: EU-Verordnung zur Gehaltstransparenz bringt 'absurde Bürokratie' für Unternehmen

CDU-Politikerin Connemann attackiert EU-Pläne zur Lohntransparenz als "bürokratischen Irrsinn"

Ein geplanter EU-Richtlinienentwurf zur Lohntransparenz hat scharfe Kritik der deutschen Politikerin Gitta Connemann (CDU) ausgelöst. Die Abgeordnete bezeichnete den Vorstoß als „Musterbeispiel europäischer Überregulierung“ und warnte, er werde Unternehmen unter Bergen von Bürokratie begraben. Die Regeln würden echte Probleme bei der Lohngerechtigkeit nicht lösen, sondern nur unnötigen Verwaltungsaufwand schaffen, so Connemann.

Laut dem Entwurf müssten Unternehmen mit 100 oder mehr Beschäftigten regelmäßig Gehaltsberichte vorlegen. Doch auch kleinere Betriebe – selbst solche mit nur acht Mitarbeitenden – stünden vor hohen bürokratischen Hürden. Connemann verwies darauf, dass selbst ein örtlicher Bäcker mit dem „enormen Aufwand“ überfordert wäre, der für die Einhaltung der Vorschriften nötig sei.

Sie betonte, dass Deutschland bereits Gesetze habe, die gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit garantieren. Die neuen Regeln würden Unternehmen zwingen, individuelle Anfragen zu Gehaltsdaten zu bearbeiten und Vergütungen über verschiedene Positionen hinweg zu vergleichen. Connemann warnte vor einer „Bürokratie-Flutwelle“, die das Kernproblem nicht angehe.

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Mit Verweis auf den Draghi-Bericht zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit forderte sie einen Kurswechsel. Statt weiterer Regulierung sollten Politikerinnen und Politiker stattdessen Wachstum und Wertschöpfung in den Vordergrund stellen. Connemann sieht in der Richtlinie einen weiteren Baustein einer überbordenden Regulierungswelle, die Europa zurückwerfe.

Die Lohntransparenz-Richtlinie würde von größeren Unternehmen regelmäßige Berichte verlangen und auch kleine Betriebe mit neuen Pflichten belasten. Connemanns Kritik zielt vor allem auf den zusätzlichen Bürokratieaufwand ab, der kaum Wirkung auf die Lohngerechtigkeit habe. Die Debatte spiegelt die breiten Bedenken wider, dass europäische Unternehmen unter der Last übermäßiger Vorschriften ächzen.

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