Bundespolizei droht Ausfall der Körperkameras – und damit ein Sicherheitsrisiko
Ditmar WellerBundespolizei droht Ausfall der Körperkameras – und damit ein Sicherheitsrisiko
Bundespolizei droht Engpass bei funktionstüchtigen Körperkameras
Die Körperkameras der deutschen Bundespolizei könnten bald ausfallen – dabei spielen sie eine zentrale Rolle bei der Deeskalation in Konfliktsituationen, insbesondere in Bahnhöfen, und liefern entscheidende Beweismittel für Strafverfahren. Ein gescheiterter Ausschreibungsprozess bringt die Behörde nun in die Gefahr, bereits im kommenden Jahr mit einem Mangel konfrontiert zu sein.
Das Bundesinnenministerium hatte 5 Millionen Euro für die Beschaffung von 2.500 neuen Körperkameras bereitgestellt, mit der Option auf weitere 1.500 Geräte. Doch zusätzliche Anforderungen wie wechselbare Akkus schreckten potenzielle Lieferanten ab – die Ausschreibung platzte, und die Beamten bleiben ohne Ersatzgeräte.
Der aktuelle Hersteller hat angekündigt, die Unterstützung für die bestehenden Modelle einzustellen. Die Behörden hoffen zwar auf eine Verlängerung des Service, doch dies würde Millionen kosten. Einige Kameratypen lassen sich zwar mit den Tasern der Bundespolizei koppeln, doch nützt diese Funktion wenig, wenn die Geräte selbst nicht einsatzbereit sind.
Ohne schnelle Lösung könnten die Beamten 2023 ohne funktionierende Körperkameras dastehen. Das Ministerium steht unter Druck, zeitnah eine neue Lieferung zu sichern. Der Mangel würde nicht nur die Aufklärung von Straftaten beeinträchtigen, sondern auch die Sicherheit von Polizeieinsätzen gefährden.
