Bitburger kehrt als DFB-Partner zurück – trotz Bierkrise und sinkendem Konsum
Piotr DietzBitburger kehrt als DFB-Partner zurück – trotz Bierkrise und sinkendem Konsum
Bitburger Braugruppe kehrt als offizieller Partner der deutschen Fußballnationalmannschaft zurück
Nach einer sechsjährigen Pause ist die Bitburger Braugruppe wieder offizieller Partner des DFB-Teams. Mit dem Schritt will das Unternehmen seine Markenpräsenz während der Weltmeisterschaft in Nordamerika stärken. Gleichzeitig steht die Brauerei vor Herausforderungen, da der Bierkonsum in Deutschland weiterhin rückläufig ist.
Bitburger hatte seine 25-jährige Partnerschaft mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) 2018 beendet – damals aus Unzufriedenheit mit der damaligen Ausrichtung des Verbandes. Nun kehrt das Unternehmen zurück und begründet dies mit einer „bodenständigeren und realistischeren“ Haltung innerhalb der Nationalmannschaft und des DFB.
Die Rückkehr fällt in eine Phase, in der die deutsche Bierbranche insgesamt zu kämpfen hat. 2025 sank die Produktionsmenge um fast sechs Prozent, wobei Bitburger noch stärker betroffen war als der Branchendurchschnitt. Veränderte Konsumgewohnheiten – etwa der Trend junger Verbraucher zu gesünderen Lebensstilen – dämpfen die Nachfrage. Zudem gehen die Deutschen seltener aus und verzichten häufiger auf das dritte Bier, was die Brauereien besonders hart trifft.
Trotz dieser Schwierigkeiten verzeichnet Bitburger im alkoholfreien Segment Erfolge. Das Unternehmen führt den Markt für 0,0-Prozent-Bier an und meldet zweistellige Wachstumsraten bei Absatz und Umsatz. Um diesen Trend zu nutzen, will Bitburger alkoholfreies Bier als mainstreamtaugliches Erfrischungsgetränk positionieren – nicht nur als Alternative zu herkömmlichem Bier. Teil der Strategie ist es, das Produkt als gesündere Wahl im Vergleich zu anderen Getränken zu bewerben.
Mit der neuen DFB-Partnerschaft strebt Bitburger an, Sonderverkäufe, Marktanteile und Markenbekanntheit während der WM zu steigern. Gleichzeitig setzt die Brauerei auf den Ausbau ihres alkoholfreien Sortiments, um den Rückgang bei klassischem Bier auszugleichen. Die Maßnahmen zeigen, wie das Unternehmen versucht, sich an veränderte Verbrauchertrends anzupassen, ohne seine starke Marktposition aufzugeben.






