Berliner Polizist soll mit gefälschtem Sportabzeichen Beförderung erschlichen haben
Nathalie BauerBerliner Polizist soll mit gefälschtem Sportabzeichen Beförderung erschlichen haben
Ein Berliner Polizist wird beschuldigt, mit einem gefälschten Deutschen Sportabzeichen eine Beförderung erschlichen zu haben. Durch die Täuschung soll er ein höheres Gehalt erhalten und der Polizei Tausende Euro an unrechtmäßigen Zahlungen gekostet haben. Nun muss er sich vor dem Amtsgericht Tiergarten verantworten.
Der Beamte reichte 2020 gefälschte Unterlagen ein, in denen er behauptete, die Goldstufe des Sportabzeichens erworben zu haben. Auf Grundlage der gefälschten Urkunde wurde er befördert und sein Gehalt erhöht. Spätere Ermittlungen ergaben, dass er die Auszeichnung nie erhalten hatte.
Noch im selben Jahr gab er wiederholt vor, dienstunfähig zu sein – obwohl medizinische Gutachten seine Arbeitsfähigkeit bestätigten. Diese falschen Angaben führten zu weiteren finanziellen Verlusten für die Berliner Polizei.
Mittlerweile wird dem Beamten zusätzlich Betrug durch vorgetäuschte Krankheit vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Täuschungen die Polizei in einem Fall etwa 7.700 Euro und bis Mai 2026 insgesamt rund 11.600 Euro kosteten. Sie fordert die Rückzahlung von insgesamt etwa 19.300 Euro, um beide Betrugsfälle auszugleichen.
Die Berliner Polizei hat gegen den Beamten ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Der Prozess soll in den kommenden Wochen beginnen.
Durch sein Handeln verursachte der Polizist der Behörde finanzielle Schäden. Im Falle einer Verurteilung muss er die zu Unrecht erhaltenen Gelder zurückerstatten. Nun drohen ihm disziplinarische Maßnahmen und rechtliche Konsequenzen.






