26 June 2026, 10:18

Berliner Philharmoniker vor Milliarden-Sanierung – doch wohin während der Bauzeit?

Wo soll die Philharmonie hin - Templehof oder ICC?

Berliner Philharmoniker vor Milliarden-Sanierung – doch wohin während der Bauzeit?

Die Berliner Philharmoniker stehen vor einer umfassenden Sanierung, die ab 2032 beginnen soll. Das Projekt fällt mit dem 150-jährigen Jubiläum des Orchesters zusammen und erfordert eine vorübergehende Verlegung des Spielbetriebs. Geplant sind eine vollständige technische Modernisierung, verbesserte Brandschutzmaßnahmen sowie eine Aufwertung der Backstage-Bereiche – alles bei gleichzeitiger Bewahrung der weltberühmten Akustik des Saals.

Während der Bauarbeiten muss das Orchester ausweichen. Eine Machbarkeitsstudie schlägt den ehemaligen Flughafen Tempelhof als mögliche Interimsspielstätte vor, wobei die Kosten auf rund 1,15 Milliarden Euro geschätzt werden. Alternativ wird das Internationale Congress Centrum (ICC) geprüft.

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Intendantin Andrea Zietzschmann äußerte jedoch Bedenken hinsichtlich des ICC, das sich in einem sanierungsbedürftigen Zustand befindet und zusätzliche finanzielle Belastungen mit sich bringen könnte. Die vorübergehende Spielstätte muss Platz für etwa 2.300 Zuschauer bieten und hohe akustische Ansprüche erfüllen.

Die endgültige Entscheidung über Sanierung und Umzug hängt maßgeblich von der neuen Regierung ab. Berlins politische Führung und die Bürgerschaft sind über den Nutzen des Projekts gespalten – besonders vor dem Hintergrund des angespannten Haushalts der Stadt. Auch die Zukunft von Zietzschmann beim Orchester über 2028 hinaus bleibt ungewiss, obwohl ihre Führung allgemein hoch gelobt wird.

Der Start der Sanierung 2032 markiert einen bedeutenden Einschnitt für die Berliner Philharmoniker. Die Wahl des Interimsstandorts und die Machbarkeit des Gesamtprojekts werden die nächste Phase des Orchesters prägen. Finanzielle und logistische Herausforderungen werden dabei eine zentrale Rolle spielen.

Quelle