Berliner Digitalisierungs-Staatssekretär Matthias Hundt zieht Rücktritt zurück – doch Entlassung droht
Piotr DietzBerliner Digitalisierungs-Staatssekretär Matthias Hundt zieht Rücktritt zurück – doch Entlassung droht
Matthias Hundt, Berlins Staatssekretär für Digitalisierung, hat seinen Rücktritt inmitten laufender Ermittlungen zurückgezogen. Der Schritt erfolgt nach Medienberichten und rechtlichen Prüfungen im Zusammenhang mit der Insolvenz eines von ihm zuvor geführten Unternehmens. Die Behörden bereiten nun seine Entlassung aus dem Regierungsamt vor.
Hundt trat sein Amt Mitte März an und war für die Digitalisierungsbemühungen der Hauptstadt zuständig. Sein Rücktrittsgesuch hatte er zwar bereits früher eingereicht, zog es jedoch zurück, nachdem er die seiner Meinung nach unbegründeten Medienvorwürfe kritisiert hatte.
Die Staatsanwaltschaft Dresden untersucht derzeit seine Rolle bei der SDC Sachsen Digital Consulting GmbH, die am 25. November 2025 Insolvenz anmeldete. Zudem prüft die Deutsche Rentenversicherung das Unternehmen wegen ausstehender Beitragszahlungen. Hundt betont, niemals Gesellschafter gewesen zu sein und lediglich bis Herbst 2024 als externer Geschäftsführer tätig gewesen zu sein.
Der Berliner Senat plant nun, seine Entlassung am kommenden Dienstag endgültig zu beschließen. Im Falle einer Amtsenthebung stünde Hundt eine Abfindung von rund 72.000 Euro zu – entsprechend sechs Monatsgehältern.
Die Entscheidung des Senats wird über Hundts Zukunft im öffentlichen Dienst entscheiden. Die Abfindung, sofern genehmigt, würde den üblichen Regelungen für Beamte entsprechen. Die Ermittlungen gegen die SDC Sachsen Digital Consulting GmbH laufen weiterhin, weitere rechtliche Schritte sind möglich.






