23 June 2026, 18:25

Berlin will erneut Olympische Spiele ausrichten – doch lohnt sich das Risiko?

Und nun zu den Sportnachrichten... Berlin und die Olympischen Spiele

Berlin will erneut Olympische Spiele ausrichten – doch lohnt sich das Risiko?

Berlin erwägt erneut eine Bewerbung um die Austragung der Olympischen Spiele. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird am 26. September die deutsche Kandidatenstadt bestimmen. Befürworter und Kritiker diskutieren bereits über die möglichen Folgen eines solchen Schritts.

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Die Geschichte Berlins mit den Spielen ist lang und vielschichtig. 1916 sollte die Stadt Gastgeber sein, doch der Erste Weltkrieg führte zur Absage. Die Olympischen Spiele 1936 fanden unter nationalsozialistischer Herrschaft statt und wurden vom Regime als Propagandainstrument genutzt. Spätere Versuche für die Jahre 2000 und 2004 scheiterten an organisatorischen Mängeln und öffentlichen Protesten.

Diesmal unterstützen zwei Drittel der Berliner die Idee. Prominente Persönlichkeiten wie Moritz van Dülmen, Leiter der Kulturprojekte Berlin, und Kaweh Niroomand, ehemaliger Manager der Berlin Volleys, führen die Kampagne für die Olympischen Spiele an. Sie argumentieren, die Stadt sei bereit für diese Herausforderung.

Widerstand kommt von der NOlympia-Bewegung. Ihre Mitglieder warnen vor einer Überlastung des Verkehrs und den hohen Kosten der Spiele. Sie sind überzeugt, dass sich Berlin die finanziellen und logistischen Belastungen nicht leisten kann.

Die Entscheidung über die deutsche Kandidatenstadt fällt am 26. September. Erst danach wird das Ausmaß des globalen Wettbewerbs um die Austragung deutlich. Ob sich die Vorteile für Berlin gegen die Risiken durchsetzen, wird den Ausschlag geben.

Quelle