Berlin führt Mietregister für 1,8 Millionen Wohnungen ein – was Mieter jetzt wissen müssen
Murat JähnBerlin führt Mietregister für 1,8 Millionen Wohnungen ein – was Mieter jetzt wissen müssen
Die rot-schwarze Koalitionsregierung Berlins plant, noch vor der Sommerpause ein Mietregister einzuführen. Das System soll rund 1,8 Millionen Mietverträge in der Hauptstadt erfassen. Behördenvertreter versprechen sich davon dringend benötigte Transparenz auf dem lokalen Wohnungsmarkt.
Das Register bildet den Kern des Wohnsicherheitsgesetzes, dessen Verabschiedung für den 2. Juli vorgesehen ist. Es wird grundlegende Daten zu jeder Berliner Mietwohnung erfassen – darunter Adresse, Wohnfläche, Zimmerzahl und Kaltmiete.
Die Behörden nutzen die Datenbank, um zu prüfen, ob Vermieter die gesetzlich festgelegten Mietobergrenzen einhalten. Verstöße werden je nach Schwere als Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten geahndet. Die Koalition erhofft sich, dass das System Mieter vor Rechtsstreitigkeiten schützt und überhöhte Mieten verhindert.
Die Initiative könnte bundesweit Schule machen. Fachleute sprechen von einem Paradigmenwechsel in der Mietenpolitik. Ziel des Registers ist ein fairer und transparenterer Berliner Mietmarkt.






