25 June 2026, 12:18

Bauwirtschaft 2024: Tiefbau treibt Wachstum trotz Materialkosten-Druck

Umstellung noch ausstehend

Bauwirtschaft 2024: Tiefbau treibt Wachstum trotz Materialkosten-Druck

Bauwirtschaft zeigt 2024 gemischte, aber positive Signale

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Zu Beginn des Jahres 2024 präsentierte sich die Bauwirtschaft mit uneinheitlichen, aber insgesamt positiven Entwicklungen. In allen drei Hauptsegmenten stiegen die Umsätze – angetrieben vor allem vom Tiefbau. Besonders im April verzeichneten der öffentliche Hochbau und der Wohnungsbau deutliche Zuwächse.

Die Umsätze im öffentlichen Bau kletterten im April um 5,3 Prozent, während staatliche Auftraggeber 2,2 Prozent mehr Verträge vergaben als noch im März. Der Wohnungsbau verbuchte ein nominales Umsatzplus von 7,1 Prozent, wobei die Neuaufträge im Vergleich zum Vorjahr sogar um 8,9 Prozent zunahmen.

Auch der Gewerbe- und Industriebau trug zum Wachstum bei: Hier stiegen die Erlöse um 6,8 Prozent, die Auftragseingänge legten um 2,6 Prozent zu. Insgesamt erhöhten sich die Neuaufträge in der Branche in den ersten vier Monaten 2024 um 1,8 Prozent im Vorjahresvergleich. Die kumulierten Umsätze von Januar bis April blieben jedoch auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Tiefbau als Wachstumstreiber – Materialkosten belasten Der Tiefbau war der wichtigste Wachstumsmotor, doch steigende Materialpreise setzten die Branche unter Druck. Allein der Bitumenpreis schnellte im Mai 2026 aufgrund der Konflikte in der Straße von Hormus um 31,2 Prozent in die Höhe. Auch Holz, Metalle, mineralische Baustoffe und Transportbeton verbuchten deutliche Preisanstiege. Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, betonte die Dringlichkeit schnellerer Infrastrukturförderung und Genehmigungsverfahren, um die wirtschaftliche Erholung zu stützen.

Ungleiches Wachstum und anhaltende Herausforderungen Die Entwicklung verlief ungleich: Nur der Wohnungsbau als einziges Segment außerhalb des öffentlichen Baus verzeichnete sowohl bei Umsätzen als auch bei Neuaufträgen Zuwächse. Hohe Materialkosten und zähe Genehmigungsprozesse bleiben zentrale Hürden für die Branche. Zügige Maßnahmen bei der Infrastrukturfinanzierung könnten helfen, den Aufschwung zu festigen.

Quelle