Baden-Württemberg sucht die gründungsfreundlichsten Kommunen des Landes
Ditmar WellerBaden-Württemberg sucht die gründungsfreundlichsten Kommunen des Landes
Baden-Württemberg startet die fünfte Auflage der Gründungsfreundliche Kommune BW-Landeskampagne, um unternehmerfreundliche Städte und Gemeinden zu würdigen und zu fördern. Der vom Wirtschaftsministerium, der Arbeits- und Tourismusbehörde ausgerichtete Wettbewerb richtet sich an alle Städte, Gemeinden und Landkreise – unabhängig davon, ob sie bereits Start-ups unterstützen. In diesem Jahr wurde eine neue Kategorie zur Unternehmensnachfolge eingeführt, um die Herausforderungen bei der Übergabe von Betrieben anzugehen.
Der Wettbewerb entsteht in Zusammenarbeit mit dem Ministerium und verschiedenen Landesverbänden, darunter die Industrie- und Handelskammern. Das Verfahren ist klar strukturiert: Die Teilnehmer entwickeln zunächst ihre Konzepte, die anschließend von einer Jury bewertet werden. Die besten Einreichungen qualifizieren sich für das Landesfinale, in dem die Sieger durch eine Live-Abstimmung ermittelt werden.
Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes, betonte die zentrale Bedeutung von Start-ups für die lokale Wirtschaft. Sie unterstrich, dass Kommunen Innovation und Gründergeist aktiv fördern müssten, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die Preisverleihung findet am 23. November 2026 im Rahmen der Jahrestagung der Wirtschaftsförderer Baden-Württemberg in Stuttgart statt. Die Gewinner erhalten den Titel "Gründungsfreundliche Kommune – Ausgezeichneter Standort" sowie Preisgelder in Höhe von 10.000 Euro (1. Platz), 7.500 Euro (2. Platz) und 5.000 Euro (3. Platz).
Seit dem Start der Kampagne verzeichnet diese eine hohe Beteiligung: Bis März 2026 wurden bereits 178 Gemeinden im Land durch vorherige Runden als gründungsfreundlich ausgezeichnet.
Ziel des Wettbewerbs ist es, die Sichtbarkeit von Kommunen zu erhöhen, die Gründer unterstützen, und gleichzeitig zentrale Themen wie die Unternehmensnachfolge anzugehen. Erfolgreiche Bewerber erhalten Anerkennung, Fördermittel und eine Plattform, um ihre Initiativen zu präsentieren. Die Frist für die Einreichung von Beiträgen wird in den kommenden Monaten bekannt gegeben.