09 May 2026, 12:21

Baden-Württemberg setzt auf Wasserstoff und Flexibilität für die Klimaziele 2040

Plakat mit Text und Logo, auf dem steht: "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030", das für eine signifikante Reduzierung der Treibhausgase bis 2030 wirbt.

Baden-Württemberg setzt auf Wasserstoff und Flexibilität für die Klimaziele 2040

Die neue Grün-Schwarze Koalition in Baden-Württemberg hat ihre Klimaschutz- und Energiepläne für die kommenden Jahre vorgelegt. Die Landesregierung will ehrgeizige Umweltziele mit mehr Flexibilität für die Wirtschaft und Kommunen in Einklang bringen. Zu den zentralen Maßnahmen gehören der Ausbau erneuerbarer Energien, die Förderung der Wasserstoffproduktion sowie die Lockerung von Auflagen für Projekte zur CO₂-Abscheidung.

Die Koalition bekräftigte ihr Ziel, bis 2040 Klimaneutralität zu erreichen. Im Gegensatz zu früheren Plänen setzt sie nun auf eine anpassungsfähigere Umsetzung der Vorgaben. Zudem sollen die Berichtspflichten nach dem Landes-Klimaschutz- und Anpassungsgesetz reduziert werden, um Bürokratie abzubauen.

Um die Energiewende zu beschleunigen, wird die Regierung eine ressortübergreifende Taskforce für beschleunigten Netzausbau einrichten. Diese soll Hindernisse bei der Modernisierung des Stromnetzes aus dem Weg räumen. Gleichzeitig will das Land den Anteil von Wind-, Solar-, Wasserkraft und Biogas im Strommix weiter erhöhen.

Wasserstoff spielt eine Schlüsselrolle in der Strategie. Baden-Württemberg strebt an, zu einem Wasserstoff-Standort zu werden, indem es groß angelegte Elektrolyseprojekte fördert, die an bestehende Systeme anknüpfen. Zudem will die Regierung den zügigen Ausbau von Infrastruktur für die CO₂-Abscheidung und -Speicherung (CCS) vorantreiben, um Emissionen zu transportieren. Dafür nutzt sie eine Bundesklausel, die regionale Ausnahmen vom deutschen Verbot der CO₂-Speicherung an Land ermöglicht.

Von der grünen Wende sollen auch die Kommunen profitieren: Städte und Gemeinden erhalten einen garantierten Anteil an den Erträgen aus Windparks und Freiflächen-Solaranlagen. Zudem plant das Land die Gründung einer Green-Tech-Allianz, die Unternehmen, Forscher und Politiker vernetzt, um Innovation zu fördern, Arbeitsplätze zu schaffen und exportfähige Technologien zu entwickeln.

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Die neuen Maßnahmen sollen Baden-Württemberg zur führenden Kraft in der grünen Technologie machen – bei gleichzeitig mehr Spielraum für Industrie und Kommunen. Mit Plänen für Wasserstoff, CCS und den Ausbau erneuerbarer Energien will das Land Emissionen senken und gleichzeitig die Wirtschaft stärken. Der Erfolg hängt davon ab, wie schnell Infrastrukturprojekte und Partnerschaften Realität werden.

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