27 March 2026, 12:30

Baden-Württemberg setzt auf direkte Gespräche gegen Rechtsextremismus

Plakat mit fetter schwarzer Schrift "Wir fordern jetzt ein Ende der Polizeigewalt" auf weißem Hintergrund, eingerahmt von einem schwarzen Rand, mit moderner Schriftart.

Baden-Württemberg setzt auf direkte Gespräche gegen Rechtsextremismus

Behörden in Baden-Württemberg gehen mit direkter Strategie gegen Rechtsextremismus vor

Am 8. und 9. April 2025 besuchten Polizei und Deradikalisierungsexpert:innen in Stuttgart Personen mit Verbindungen zu rechtsextremen Gruppen. Die Aktion ist Teil eines ausgebauten Programms, das Menschen den Ausstieg aus extremistischen Szenen ermöglichen soll.

Die Besuche führten Beamte des Polizeipräsidiums Stuttgart gemeinsam mit Fachleuten des Kompetenzzentrums gegen Extremismus (konex) durch. Das Zentrum, das mittlerweile zum Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung Baden-Württemberg (SAT BW) gehört, bietet seit 2015 Ausstiegsberatung an. Ursprünglich auf islamistischen Extremismus spezialisiert, deckt es inzwischen alle Formen religiöser und politischer Radikalisierung ab.

Polizeidirektorin Bettina Rommelfanger, die konex leitet, betonte, dass das Programm individuell auf die Betroffenen zugeschnitten werde. Dazu gehörten auch persönliche Gespräche vor Ort, um Gefährdeten maßgeschneiderte Unterstützung zu bieten. Der leitende Kriminaldirektor Andreas Taube, Chef des SAT BW, bezeichnete die Beratung als ein zentrales Instrument der Extremismusprävention.

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Das Angebot ist kostenlos, freiwillig und interdisziplinär ausgerichtet. Betroffene können sich per E-Mail unter [email protected] oder telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 9 und 18 Uhr an konex wenden.

Die April-Aktion unterstreicht den aktiven Ansatz Baden-Württembergs im Kampf gegen Extremismus. Durch direkte, individuelle Betreuung soll der Einfluss rechtsextremer Ideologien eingedämmt werden. Die Einbindung des Programms in das SAT BW zeigt dessen wachsende Bedeutung für die Sicherheitspolitik des Landes.

Quelle