27 March 2026, 00:26

Baden-Württemberg fördert nachhaltigen Weinbau mit neuem Blühflächen-Programm ab 2027

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Baden-Württemberg fördert nachhaltigen Weinbau mit neuem Blühflächen-Programm ab 2027

Baden-Württemberg führt 2027 neue Fördermaßnahme für nachhaltigen Weinbau ein

Ab 2027 führt Baden-Württemberg eine neue Fördermaßnahme ein, um die nachhaltige Weinwirtschaft zu stärken. Das Programm "Brache im Wechsel in der Weinbau" (E16) zielt darauf ab, die Bodenqualität und Artenvielfalt zu verbessern, indem Weinbergflächen vorübergehend in blühende Wiesen umgewandelt werden. Winzer können nun finanzielle Unterstützung beantragen, um ihre Flächen nach strengeren ökologischen Richtlinien zu regenerieren.

Vorbereitende Maßnahmen können bereits ab dem 1. September des Vorjahres vor der Neuanpflanzung beginnen. Förderfähige Weinberge müssen gerodet werden, über eine ursprüngliche Pflanzerlaubnis verfügen und bis zum 31. Mai des Antragsjahres aus der Produktion genommen sein. Nach der Genehmigung müssen die Winzer eine vorgeschriebene mehrjährige Blühsaatmischung (M3+) mit einer Aussaatdichte von 10–12 Kilogramm pro Hektar ansäen. Die Aussaat muss bis zum 15. Mai oder alternativ im Spätsommer oder Herbst des Vorjahres erfolgen.

Ab dem zweiten Jahr muss die Fläche mindestens alle zwei Jahre gemulcht oder gemäht werden, wobei eine Beweidung außerhalb der Vogelschutzzeiten erlaubt ist. Düngemittel und Pflanzenschutzmittel sind nach der Etablierung der Blühmischung verboten. Auch individuelle Saatgutmischungen sind nicht zulässig, um die Einheitlichkeit des Programms zu gewährleisten.

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Die Förderung beträgt 2.500 Euro pro Hektar. Anträge müssen bis zum 15. Mai 2027 über das FIONA-System eingereicht werden. Die Maßnahme ist Teil des übergeordneten FAKT-II-Programms im Rahmen der GAP-Förderperiode 2023–2027 und umfasst weitere Anpassungen zur Unterstützung von Weingütern in der Region.

Die neue Initiative unterstreicht Baden-Württembergs Bestreben, den Weinbau wettbewerbsfähiger und nachhaltiger zu gestalten. Winzer, die sich an die Vorgaben halten, erhalten finanzielle Förderung und leisten gleichzeitig einen Beitrag zur Verbesserung von Bodenqualität und Biodiversität. Der Erfolg des Programms hängt maßgeblich von der Teilnahmebereitschaft und der Einhaltung der ökologischen Auflagen ab.

Quelle