06 May 2026, 14:48

Apothekenbranche kämpft mit Überalterung und Fachkräftemangel

So alt sind die Apotheker

Apothekenbranche kämpft mit Überalterung und Fachkräftemangel

Deutschlands Apothekenbranche steht vor einer überalterten Belegschaft

Neue Zahlen zeigen, dass fast ein Drittel der Apothekerinnen und Apotheker inzwischen 56 Jahre oder älter sind. Gleichzeitig strömen nur noch wenige junge Fachkräfte in den Beruf.

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Im Jahr 2024 waren 30 Prozent der Apotheker in Deutschland 56 Jahre oder älter. Davon entfielen 13,5 Prozent auf die Altersgruppe zwischen 56 und 60 Jahren. Das Durchschnittsalter der in öffentlichen Apotheken Beschäftigten liegt bei 48,4 Jahren, während Apothekenleiter im Schnitt 53,6 Jahre alt sind.

Junge Nachwuchskräfte bleiben in der Branche Mangelware: Nur 10,7 Prozent der Apotheker sind unter 30 Jahre alt – ein deutlicher Hinweis auf den schwindenden Zustrom an neuem Personal. Dieser Trend passt zu den allgemeinen Prognosen für den Arbeitsmarkt, wonach bis 2039 rund 13,4 Millionen Beschäftigte – fast ein Drittel der Erwerbsbevölkerung – das gesetzliche Renteneintrittsalter von 67 Jahren überschritten haben werden.

Der Renteneintritt der Babyboomer-Generation wird die Auswirkungen auf die Apotheken in den kommenden 15 Jahren noch verschärfen. Da immer weniger junge Apotheker in den Beruf einsteigen, könnte der Sektor in den nächsten Jahrzehnten mit wachsenden Personalengpässen konfrontiert sein.

Die Daten verdeutlichen eine sich vergrößernde Alterslücke in der Apothekenbelegschaft. Wenn ältere Apotheker in Rente gehen, könnte die geringe Zahl an jüngeren Nachrückern das System unter Druck setzen. Ohne grundlegende Veränderungen dürfte es der Branche langfristig schwerfallen, eine ausreichende Personaldecke aufrechtzuerhalten.

Quelle