26 March 2026, 00:23

Antisemitische Graffiti und Hakenkreuze erschüttern Rastatt – Polizei ermittelt

Nahaufnahme einer Metalltafel an einer Wand mit eingraviertem Text und Logo, wahrscheinlich zum 10. Jahrestag der Holocaust.

Antisemitische Graffiti und Hakenkreuze erschüttern Rastatt – Polizei ermittelt

In Rastatt sind in den vergangenen zwei Tagen mehrere Gebäude mit politischen Graffiti beschmiert worden. Die Parolen, die am Mittwochabend und Donnerstagmorgen entdeckt wurden, enthalten israelfeindliche Botschaften und nationalsozialistische Symbole. Die Behörden haben Ermittlungen eingeleitet, bisher konnten jedoch keine Tatverdächtigen identifiziert werden.

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Der erste Vorfall wurde am Mittwochnachmittag, dem 7. Mai 2025, gemeldet, als Graffiti an einem Gebäude in der Nähe des Friedhofs in der Gerwigstraße auftraten. Auch auf einzelnen Gräbern im selben Bereich wurden Hakenkreuze gesprüht.

Noch am selben Abend fand man weitere Schmierereien an der Fassade der Reithalle. Die Botschaften bezogen sich auf den aktuellen Konflikt im Nahen Osten und enthielten israelfeindliche Inhalte.

Am Donnerstagmorgen, dem 8. Mai 2025, wurden zusätzliche Graffiti an der Fassade des Residenzschlosses entdeckt. Die Polizei Rastatt bestätigte, dass die Vorfälle in Zusammenhang stehen und leitete ein offizielles Ermittlungsverfahren ein.

Aus umliegenden Städten oder Gemeinden wurden bisher keine ähnlichen Fälle politischer Graffiti oder antisemitischer Symbole gemeldet. Allerdings verzeichnete OFEK, eine Organisation, die Antisemitismus beobachtet, zwischen Oktober 2024 und März 2025 insgesamt 75 Beratungsfälle in Baden-Württemberg im Zusammenhang mit antisemitischen Vorfällen.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich an die Polizei Rastatt zu wenden oder unter der Nummer 07222 761-0 eine Aussage zu machen. Für weitere Anfragen steht das Polizeipräsidium Offenburg unter 0781 - 211211 oder per E-Mail unter [email protected] zur Verfügung. Die Ermittlungen dauern an, bisher gibt es keine Hinweise auf Tatverdächtige.

Quelle