Airbus fordert rasche politische Entscheidungen für europäische Kampfflugzeuge
Ditmar WellerAirbus fordert rasche politische Entscheidungen für europäische Kampfflugzeuge
Airbus drängt Politiker zu schnellen Entscheidungen über die Zukunft europäischer Kampfflugzeuge
Der Aufruf erfolgt nach dem Scheitern des Future Combat Air System (FCAS)-Programms. Unternehmensführer warnen, dass weitere Verzögerungen die Entwicklungsbemühungen zusätzlich zurückwerfen könnten.
Thomas Pretzl, Vorsitzender des Betriebsrats von Airbus Defence and Space, betonte die Dringlichkeit der Lage. Jeder Tag, der in Debatten statt in Taten verstreiche, sei ein verlorener Tag für den Fortschritt, argumentierte er. Gleichzeitig äußerte Pretzl Vertrauen in die Fähigkeit von Airbus, eigenständig ein Kampfflugzeug zu entwickeln – mit Verweis auf die technische Expertise des Konzerns.
Pretzl begrüßte die Idee, dass sich weitere Nationen dem Projekt anschließen könnten. Eine breitere Zusammenarbeit könnte die Entwicklung beschleunigen, so seine Einschätzung. Reinhard Brandl, parlamentarischer Geschäftsführer der CSU, unterstrich unterdessen die Bedeutung europäischer Teamarbeit bei jedem künftigen Kampfflugzeugprogramm. Deutsche Unternehmen seien gut aufgestellt, um eine führende Rolle zu übernehmen, fügte er hinzu.
Airbus fordert die Politik nun auf, ohne unnötige Verzögerungen voranzuschreiten. Ein zügiger Start sei entscheidend, um im Bereich der militärischen Luftfahrttechnik nicht den Anschluss zu verlieren.
Das Scheitern von FCAS hat eine Lücke in Europas Plänen für Kampfflugzeuge hinterlassen. Airbus ist bereit, die Führung zu übernehmen – doch dafür braucht es politische Rückendeckung. Ohne schnelle Entscheidungen riskiert der Kontinent, in puncto Verteidigungsfähigkeit weiter zurückzufallen.






