Abschied mit Symbolkraft: Das Gorki-Theater feiert Neuanfang nach Langhoffs Ära
Nathalie BauerAbschied mit Symbolkraft: Das Gorki-Theater feiert Neuanfang nach Langhoffs Ära
Ein Abschiedsabend im Maxim-Gorki-Theater markierte einen Wendepunkt in seiner künstlerischen Ausrichtung. Die Veranstaltung ehrte die scheidende Intendantin Shermin Langhoff und die Bedeutung des Theaters für die moderne deutsche Kultur.
Der Abend begann mit Via Jikeli, die Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen aus Christian Weises Der Untertan aufführte. Später hielt Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, eine Rede, in der er Langhoffs Verdienste würdigte.
Dann betrat Shermin Langhoff die Bühne. Sie hielt eine kurze Ansprache, bevor sie ihre vorbereiteten Notizen demonstrativ zu Boden fallen ließ. Im weiteren Verlauf des Programms folgte ein Konzert mit Musik aus jüngsten Produktionen, darunter Jonas Dasslers Fledermaus-Aussterbelied.
Zum Abschluss wurde das Theater symbolisch für tot erklärt – mit dem Ruf Es lebe das Gorki!, der seinen Neuanfang einläutete. Im Anschluss zog die Runde in eine Bar nach Neukölln weiter, wo M. von ihren zwölf Jahren in Berlin und ihrem bevorstehenden Umzug nach Kassel erzählte.
Der Abend unterstrich die Rolle des Gorki-Theaters bei der Etablierung des postmigrantischen Theaters in der deutschen Kulturlandschaft. Gleichzeitig markierte er das Ende von Langhoffs Amtszeit und den Beginn eines neuen Kapitels für die Institution.
