30.000 Radfahrer blockieren Berlins Straßen bei Sternfahrt-Demo für sichere Radwege
Ditmar Weller30.000 Radfahrer blockieren Berlins Straßen bei Sternfahrt-Demo für sichere Radwege
Rund 30.000 Radfahrer beim Sternfahrt-Demo in Berlin
Die Sternfahrt ist seit Jahrzehnten eine feste Institution – sie gibt Radfahrern die Möglichkeit, für einige Stunden Straßen und sogar Autobahnabschnitte zu erobern. Die Teilnehmer folgten rund 20 verschiedenen Routen, viele davon mit Start in brandenburgischen Städten oder am Berliner Stadtrand. Offiziell ist die Veranstaltung als Protest angemeldet, was den Aktivisten ermöglicht, ihre Forderungen nach sicheren Radverkehrsbedingungen in den Vordergrund zu stellen.
Marlene Alber, Politikberaterin beim ADFC Berlin, kritisierte die Politik scharf für die Vernachlässigung der Bedürfnisse von Radfahrern. Viele Menschen wollten zwar Fahrrad fahren, würden aber oft auf gefährliche Strecken gedrängt, so Alber. Sie forderte ausreichende Finanzmittel und den Ausbau von Radwegen und warnte vor Kürzungen im Haushalt, die die Sicherheit weiter verschlechtern würden.
Ihre Botschaft war klar: Radfahren müsse jeden Tag sicher und komfortabel sein – nicht nur bei Demonstrationen.
Einmal mehr sorgte die Sternfahrt für Verkehrschaos, als Tausende Radfahrer Berlins Straßen fluteten. Der ADFC nutzte die Aktion, um auf bessere Infrastruktur zu drängen. Ohne Investitionen, so die Warnung, blieben die gefährlichen Bedingungen bestehen – und setzten Radfahrer weiterhin unnötigen Risiken aus.






